Maximilian Reimann, waren Sie überrascht über den Antrag von 21 Delegierten, Sie nicht mehr als Nationalrat aufzustellen?

«Ich habe nicht gewusst, dass ein konkreter Antrag kommt. Überrascht war ich aber ganz und gar nicht, denn das Thema wird in den Medien derzeit oft behandelt – es scheint ein Trend zu sein, gegen ältere, bewährte Politiker zu schiessen. Natürlich kann und soll man die Altersfrage bei Kandidaten diskutieren, ich fühle mich darüber absolut nicht persönlich gekränkt oder angegriffen, schliesslich hat der Parteitag den Antrag ja deutlich abgelehnt.»

Alters-Knatsch in den SVP-Reihen

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Wie reagieren Sie auf die Kritik?

«Tatsache ist, dass ausser mir auf der SVP-Liste niemand im AHV-Alter ist. Die über 65-Jährigen sind aber eine Bevölkerungsgruppe, die immer stärker wächst und sich auch überdurchschnittlich stark an Wahlen und Abstimmungen beteiligt. Die Senioren-Generation hat entsprechend Anspruch, in Bern auch mit Gleichaltrigen vertreten zu sein. Diese fühlen sich einfach besser in ihre Anliegen und Interessen hinein; jüngstes Beispiel die Kontroverse um die Verlängerung des Fahrausweises ab Alter 70. Genau deshalb trete ich nochmals an.»

Fühlen Sie sich noch fit genug für den Nationalrat?

„Ja, absolut, ich fühle mich körperlich und geistig noch voll im Schuss und halte in dieser Beziehung zweifellos mit Jüngeren mit. Ich stelle mir diese Frage alle vier Jahre vor den Wahlen von Neuem und habe sie auch mit der Findungskommission unserer Partei diskutiert. Übrigens, was das Alter anbetrifft, Konrad Adenauer war noch ein Jahr älter als ich, als er zum ersten Mal deutscher Bundeskanzler wurde und er blieb es 15 Jahre.“

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