Gut gelaunt kehrte Marlies Schärer aus Möriken von einer Weihnachtsfeier zurück. Doch was sie zuhause antraf, dürfte ihr den Heiligabend so richtig vermiest haben. Einbrecher sind durch ein Fenster in die Waschküche eingestiegen und haben eine Türe aufgebrochen, um weiter in das Haus vorzudringen.  

Gegenüber dem Regionalsender Tele M1 erklärt Marlies Schärer: «Im Büro lag alles auf dem Boden verstreut. Auch das Sparschwein war zertrümmert.» Laut der Hausbesitzerin haben es die Einbrecher nur auf Geld und Schmuck abgesehen. So haben die Täter auch zwei Portemonnaies mit ausländischen Währungen mitgehen lassen, die Marlies Schärer im Wohnzimmer aufbewahrt hatte. «Dass das an Weihnachten passieren muss», erklärt die Rentnerin, «hat mir wahnsinnig zu denken gegeben.»  

Quartier ausgekundschaftet

Der Verdacht liegt nahe, dass die unbekannte Täterschaft das Wohnquartier bereits Tage zuvor ausgekundschaftet hatte. Denn nicht nur bei Marlies Schärer wurde eingebrochen, sondern auch im Nachbarhaus gegenüber. 

Anwohner Kurt Säuberli bestätigt denn auch gegenüber Tele M1: «Ich habe neulich abends jemanden mit einer Taschenlampe gesehen, der sich gerade vom Haus entfernte.»

Kantonspolizei rät zu besonderer Vorsicht

Dass sich die Einbrüche um Heiligabend häufen, ist bei der Kantonspolizei Aargau nichts Neues. Sie mahnt während der Weihnachtszeit zu besonderer Vorsicht. Laut Mediensprecher Bernhard Graser gibt es einige Möglichkeiten, um Einbrecher fernzuhalten. «Wir raten dringend, in einigen Zimmern das Licht brennen zu lassen und Nachbarn zu informieren, wenn man für längere Zeit das Haus verlässt.»  

Alleine im Kanton Aargau gab es an Heiligabend gut ein Dutzend Einbrüche. Neben Möriken waren auch Wohnquartiere in Würenlingen und Mägenwil betroffen. (luk)

Aktuelle Polizeibilder vom Dezember 2017: