Polizeiverband
Regionalpolizisten sind mit ihren Löhnen zufrieden

Aargauer Regional- und Stadtpolizisten tagten in Menziken. Der Vorstand ihre Verbands hielt dabei fest fest, dass die Löhne der Gesetzeshüter in Bezug auf Alter und Dienstalter über den Kanton hinweg in Ordnung seien.

Peter Siegrist
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Regionalpolizisten sind mit ihrem Lohn zufrieden (Symbolbild)

Regionalpolizisten sind mit ihrem Lohn zufrieden (Symbolbild)

Die Sektion Aargau Gemeinden des Schweizerischen Polizeibeamtenverbandes (VSPB) vertritt die Anliegen von 17 Regional- und Stadtpolizeikorps, also von rund 300 Polizisten im Kanton. Rund vierzig Polizisten und Polizistinnen nahmen an der 103. GV des Verbandes teil im Restaurant Sternen in Menziken.

Nebst den ordentlichen Traktanden orientierte Präsident Matthias Schatzmann über die von der Sektion 2011 durchgeführte Lohnerhebung. Die anonym in den Korps durchgeführte Umfrage förderte zutage, dass die altersmässige Durchmischung ausgeglichen sei, dass rund ein Viertel aller Polizisten 21-30 Dienstjahre ausweise.

Der Vorstand stellte fest, dass die Löhne in Bezug auf Alter und Dienstalter über den Kanton hinweg in Ordnung seien. «Diskrepanzen gibt es bei den Beförderungen», erklärte Schatzmann, «da driften die Gepflogenheiten bei den Behörden weit auseinander.

Kampagne gegen Gewalt an Polizisten

Im Jahresbericht 2011 trat Schatzmann auf die Kampagne «Stopp der Gewalt gegen Polizisten/-innen» ein. Der Dachverband weist mit dieser Sensibilisierungskampagne darauf hin, dass es «in der Schweiz regelmässig, mit steigender Tendenz, zu Angriffen auf Polizisten kommt.» Schatzmann erwähnte die polizeiinterne Kritik an der Aktion (wir werden als Opfer dargestellt und wirken verletzlich» und fragte: «Wenn wir angegriffen werden im Dienst, sind wir dann nicht Opfer?»

Die Polizei müsse aufhören, sich als unantastbar anzuschauen, denn so würden die Politiker kaum auf das Problem aufmerksam. Schatzmann zeigte an einer Reihe von Beispielen aus dem letzten Jahr, wie viele Polizisten im Dienst von Personen oder Autofahrern mit ihrem Fahrzeug angegriffen wurden. «Wir wollen nicht jammern, sondern ernsthaft und konstruktiv auf eine wachsendes Problem aufmerksam machen». Eines sei klar: «Bei Gewalt gegen uns Polizisten, wird durch eine andere Person vorsätzlich und willentlich eine Straftat begangen», so Schatzmann.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Andrea Kyburz (Kasse) und Daniel Ritterbeck (Protokoll). Sie ersetzen Stefanie Stirnemann und André Meier. Mit einem Kurzreferat von Nationalrat Philipp Müller, Reinach, zum Thema Sicherheit und Migrationspolitik schloss die Versammlung.