Politik

Regierungssitzung via Skype: Ist das eigentlich abhörsicher? – Staatsschreiberin Trivigno nimmt Stellung

«Unser Skype for Business ist sehr sicher.» Staatsschreiberin Vincenza Trivigno

«Unser Skype for Business ist sehr sicher.» Staatsschreiberin Vincenza Trivigno

Die Infektion von Urs Hofmann und Markus Dieth hat Auswirkungen auf die Regierungstätigkeit. Der Regierungsrat führte seine Sitzung am Mittwochvormittag als Telefonkonferenz durch.

Bedingt durch die Corononakrise und die Infizierung von Landammann Markus Dieth und  Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann durch das Coronavirus fand die ordentliche Mittwochssitzung der Aargauer Regierungsrats völlig digital statt. Die Telefonierenden waren zum Teil aus der heimischen Isolation zugeschaltet (Markus Dieth und Urs Hofmann) aus dem Homeoffice oder aus dem Büro zugeschaltet. Das habe alles sehr gut geklappt, gab anschliessend Staatsschreiberin Vincenza Trivigno Auskunft. Der Zeitungsbericht, wonach die Konferenz via Skype stattgefunden hat, löste aber auch stirnrunzelnde Reaktionen aus. Ein Leser sorgte sich sehr, ob dies für eine Regierungssitzung überhaupt sicher genug sei, oder ob das womöglich Unbefugte abhören könnten.

Staatsschreiberin Vincenza Trivigno sagt dazu, die kantonale Verwaltung nutze Skype for Business, welches die Gespräche innerhalb der Netzwerke des Kantons verschlüsselt. Trivigno: «Die Übergabe des Gespräches an die Swisscom, beziehungsweise in das öffentliche Telefonnetz erfolgt in unseren Rechenzentren. Dort sind die Zutritte physisch und per Account gesichert. Eine sogenannte «Man-in-the-middle»-Attacke, das Mithören eines Anrufes, ist somit innerhalb unserer Infrastruktur nur unter höchstem Aufwand möglich.»

Weiter haben die Regierungsmitglieder alle ein Notebook mit einem VPN-Zugang, welcher den Datenverkehr verschlüsselt, erhalten. Diese Notebooks werden jeweils mit den gängigen Patches von Microsoft und anderen Softwarelieferanten versehen, so Trivigno weiter: «Kurz zusammengefasst: Unser Skype for Business ist sehr sicher.» Tatsächlich habe man beim Kanton dieser Tage aber Probleme bei einer Skype-Session mit einem TV-Sender gehabt, weil man dort offenbar das normale Skype verwendet.

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