Wahlen AG 2019

Regierungsratswahl geht in zweite Runde: «Yvonne Feri, trauen Sie sich einen Sieg im Duell gegen SVP-Gallati zu?»

Regierungsratswahl: "Yvonne Feri, trauen Sie sich einen Sieg im Duell gegen SVP-Gallati zu?"

Yvonne Feri, SP-Regierungsratskandidatin, im Gespräch mit Fabian Hägler, Ressortleiter Aargau.

In der Ersatzwahl für den frei gewordenen Regierungsratssitz im Aargau hat keiner der Kandidaten das absolute Mehr erreicht. Es kommt zum zweiten Wahlgang. Als Gewinner geht SVP-Kandidat Jean-Pierre Gallati hervor, gefolgt von SP-Kandidatin Yvonne Feri. Weshalb diese sich so einiges zutraut, sagt sie im Interview mit Aargau-Ressortleiter Fabian Hägler.

44'765 Stimmen hat Yvonne Feri in der Regierungsratsersatzwahl geholt. Damit erreicht sie den zweiten Platz hinter SVP-Konkurrent Jean-Pierre Gallati (63'830 Stimmen). Traut sie sich einen Sieg zu im zweiten Wahlgang? Das fragt sie Fabian Hägler, Ressortleiter Aargau der Aargauer Zeitung, im Videointerview nach Bekanntgabe der definitiven Wahlergebnisse. 

Für Yvonne Feri ist klar: «Jetzt muss sich Mitte-Links zusammenschliessen, es verträgt nicht zwei Kandidatinnen oder Kandidaten.» Sich selbst sie sie da in der «Pole-Position».

Auffällig sei, dass sie im ersten Wahlgang über ihren Wähleranteil hinaus Stimmen bekommen habe. «Insofern bekomme ich auch über die Mitte hinaus Stimmen.» Komplett siegessicher ist sie nach diesem ersten Wahlgang noch nicht. Aber: «Ich kann mir den Kampf gegen Jean-Pierre Gallati sehr gut vorstellen – und traue mir diesen auch zu.»

Gallati: «Ich bibbere nicht»

SVP-Kandidat Jean-Pierre Gallati gibt sich am Wahlsonntag total gelassen. Auf die These des Tele-M1-Moderators, vielleicht einen zu zahmen Wahlkampf geführt zu haben, antwortet er: «In einem solchen Wahlkampf muss man sich auf Argumente beschränken.» Da gehöre es sich nicht, ehemalige oder amtierende Regierungsräte anzugreifen und die Kandidaten der anderen Parteien gelte es, fair zu behandeln. «Das habe ich gemacht.»

Gallati: «Ich bibbere nicht»

Jean-Pierre Gallati (SVP) gab sich am Wahlsonntag unaufgeregt.

Und auch wenn man es ihm nicht ansieht: «Ich freue mich, dass der erste Teil des Wahlkampfes abgeschlossen ist, das ist vor allem zeitlich eine rechte Belastung für alle Beteiligten.» Aber tatsächlich scheint Gallati auch innerlich die Ruhe selbst zu sein: «Ich bibbere nicht.» (smo)

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