Asylwesen
Regierungsrätin Hochuli warnt vor Eritreer-Parallelgesellschaft

Die Regierungsrätin Hochuli wird oft von der SVP für ihr Verhalten im Asylwesen kritisiert. Nun warnt sie selbst davor, was passiert, wenn man die Asylsuchenden nicht richtig integriert.

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Susanne Hochuli: «Eritreer schotten sich ab»

Susanne Hochuli: «Eritreer schotten sich ab»

Alex Spichale

Die grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli ist nicht als Asyl-Hardlinerin bekannt - im Gegenteil: Die SVP kritisiert sie regelmässig für ihre angeblich zu weiche Asylpolitik. Umso mehr Gewicht hat es, wenn Hochuli nun vor den Folgen der Zuwanderung aus Eritrea warnt: «Mit dem heutigen System können wir diese Eritreer nicht integrieren», sagt Hochuli im Interview mit der «Schweizer Illustrierten».

«Das macht mir Angst.» Sobald die Eritreer ihren Wohnsitz in der Schweiz frei wählen können, würden sie dorthin ziehen, wo bereits ihre Landsleute leben. Etwa nach Aarburg AG. «Dort entsteht eine Parallelgesellschaft von Eritreern, die sich von uns abschotten und die man kaum erreichen kann», sagt Hochuli.

Hingegen lobt Hochuli das Staatssekretariat für Migration für seinen Umgang mit den Asylgesuchen aus dem afrikanischen Land: «Es ist richtig, dass der Bund die Verfahren für Asylsuchende aus Eritrea nicht prioritär behandelt, um nicht noch weitere Menschen von dort anzuziehen.»

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