Spital
Regierungsrat entscheidet: Blinddarm-OP kostet 6000 Franken

Zu welchen Tarifen dürfen Aargauer Spitäler operieren? Der Regierungsrat hat nun entschieden: Der Grundtarif, die Baserate, beträgt für Regionalspitäler 9632 Franken.

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Operationssaal im Kreisspital Freiamt

Operationssaal im Kreisspital Freiamt

Der Tarifentscheid des Regierungsrates wurde notwendig, weil Spitäler und Versicherer die Tarifverandlungen bis heute nicht beendet haben. Damit die Regionalspäteler, aber auch kleinere Häuser (Klinik Villa Im Park, die Klinik für Schlafmedizin und das Geburtshaus Storchenäscht) ihre Leistungen in Rechnung stellen können, hat der Regierungsrat nun einen vorsorglichen Arbeitstarif erlassen. Dieser beträgt 9632 Franken und zwar für einen Behandlungsfallmit dem Kostengewicht 1.0.

Konkret heisst das: Für eine komplikationslose Blinddarm-Entfernung die schweizweit mit dem Kostengewicht 0,623 verrechnet werden kann, wird von Aargauern Regionalspätlern 6000 Franken in Rechnung gestellt. Für ein neues Hüftgelenk (die Operation ohne Komplikation hat Kostengewicht 2.090) können damit 20'131 Franken in Rechnung gestellt werden.

270 Franken mehr

Der vom Regierungsrat festgelegte Tarif liegt 270 Franken höher als der bisherige und entspricht auch der Baserate, welche die erwähnten Häuser mit den Versicherern eigentlich verhandelt haben.

Hintergrund für diese Tarife ist die neue Spitalfinanzierung, die auf 1. Januar 2012 in Kraft trat. Spitäler dürfen damit nur noch mit Fallpauschalen abrechen und bei einer bestimmten Operation nicht mehr jeden einzelnen Schritt verrechnen. Damit will man sicherstellen, dass beispielsweise eine Blinddarmoperation immer gleich viel kostet. (rsn)