Ostaargau

Regierungsrat Attiger in Heimatregion gebremst – die grosse Übersicht über die Verkehrs-Pläne im Ostaargau

Verkehrsdirektor Stephan Attiger und seine Regierungskollegen müssen die Verkehrs-Pläne für Baden anpassen. Im Bild: Attiger beim Baubeginn zur neuen Aarebrücke am 20. November 2019 in Aarau.

Verkehrsdirektor Stephan Attiger und seine Regierungskollegen müssen die Verkehrs-Pläne für Baden anpassen. Im Bild: Attiger beim Baubeginn zur neuen Aarebrücke am 20. November 2019 in Aarau.

Die Pläne für die Umfahrung Baden müssen überarbeitet werden. Limmattalbahn und Tunnel Brugg sind hingegen kaum bestritten.

Einst war Stephan Attiger (53, FDP) Stadtammann von Baden, seit sieben Jahren ist er Regierungsrat und Verkehrsdirektor. Nun wird Attiger in seiner Heimatregion ausgebremst: Kritik aus dem Siggenthal führt dazu, dass der Regierungsrat die Pläne für eine neue Umfahrung von Baden anpassen muss. Ursprünglich sollten die Massnahmen, die einen neuen Tunnel durch den Martinsberg, die Sperrung der Hochbrücke für den Autoverkehr und den Bau einer zusätzlichen Limmatbrücke vorsahen, im Richtplan verbindlich als Festsetzung eingetragen werden.

Wegen des heftigen Widerstands verzichtet der Regierungsrat nun darauf und belässt die Pläne auf dem Status als weniger bindendes Zwischenergebnis.«Wir sind sehr froh, dass unsere Stimmen gehört worden sind und der Kanton bereit ist, seine Planung zu überdenken», sagt Bettina Lutz Güttler, Frau Gemeindeammann in Obersiggenthal.

Viel positiver fallen die Reaktionen auf die zwei weiteren Kernelemente im Gesamtverkehrskonzept für den Ostaargau aus. Die Verlängerung der Limmattalbahn von Killwangen-Spreitenbach nach Baden und die Umfahrung Brugg mit einem Tunnel unter der Aare sind weitgehend unbestritten. In beiden Fällen werden primär Anpassungen bei der Linienführung verlangt. Attiger betont indes, derzeit laufe das Richtplanverfahren, von Projekten sei man noch weit entfernt.

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