Die laufende Umstellung vom Papier- zum Informatikgrundbuch erleichtere die Arbeit wesentlich, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Die Organisation mit zehn Grundbuchämtern sei daher nicht mehr zukunftsgerichtet.

Es brauche auch weniger Personal. Beim Personal führen die Informatisierung des Grundbuchs und die Reorganisation bei den Standorten zu einem Abbau um 12 auf 56 Vollzeitstellen. Der Personalabbau soll laut Regierungsrat im Rahmen der natürlichen Fluktuation erfolgen.

Räume in Baden, Wohlen und Zofingen bleiben

Aufgehoben werden die Standorte Bad Zurzach, Brugg, Rheinfelden, Aarau und Kulm. Die Grundbuchämter der Bezirke Bremgarten und Muri befinden sich schon sein 2012 in Wohlen - da der Platz wegen der neuen Familiengerichtsabteilungen an den Bezirksgerichten zu knapp geworden war.

In Aarau können die Büroräume im Bahnhofgebäude leicht anderweitig von Kanton genutzt werden. An den anderen Standorten werden die Mietobjekte gekündigt.

An den vier Standorten, die jetzt ausgebaut werden müssen, könne mit Ausnahme von Laufenburg die bisherigen Räume weiter genutzt werden. In Laufenburg wäre jedoch eine Erweiterung nötig, doch die Gemeinde hat selbst Platzbedarf. Das Grundbuchamt zieht deshalb in eine Liegenschaft in der Nähe des Bahnhofes.

Einsparungen von einer halben Million

Der Kanton schreibt, mit vier Grundbuchämtern könne die Geschäftslast gleichmässig verteilt werden. Die geplante Reorganisation reduziert die Mietkosten um rund eine halbe Million Franken pro Jahr. Die Umsetzung des neuen Standortkonzepts verursacht jedoch einmalige Kosten von 2,7 Millionen Franken.

Die Auswirkungen auf die Kunden ist dabei gering: Schon heute erfolgt der Informations-Verkehr mit den Grundbuchämter vorwiegend elektronisch. Nur für einzelne private Kundinnen und Kunden wird dadurch der Anreiseweg länger. «Diese Anfragen halten sich jedoch in einem bescheidenen Rahmen», sagt Regierungsrat Urs Hofmann. Die Frequenz sei weiter abnehmend.

Alles digital bis in zwei Jahren

Bis ins Jahr 2016 sollen sämtliche Daten der Grundbücher im Kanton Aargau digitalisiert sein, sagt Andreas Bamert, Leiter des kantonalen Grundbuchamts. Bereits fertig ist dieser Prozess in den Bezirken Baden, Brugg, Bremgarten, Laufenburg, Lenzburg und Zurzach.

Auch in anderen Kantonen wurden die Grundbuchämter zusammengelegt: So gibt es laut Hofmann im Kanton Bern noch vier Ämter, im Kanton Luzern nur noch zwei.

Das Departement Volkswirtschaft und Inneres erarbeitet im Auftrag des Regierungsrats die Botschaft mit der Umstrukturierung, die dem Grossen Rat vor den Sommerferien zugestellt werden soll. (kus/sda)