Interpellation
Regierung will Laserpointer zu Waffen erklären

In letzter Zeit kam es immer wieder zu Attacken mit Laserpointern gegen Helikopter, Flugzeuge oder Züge. Daher wollte der Aargauer CVP-Grossrat Andreas Villiger vom Regierungsrat per Interpellation wissen, ob ein Laserpointerverbot realisierbar ist.

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Laser-Attacke auf Rega-Heli

Laser-Attacke auf Rega-Heli

archiv rega

In letzter Zeit kam es immer wieder zu Attacken mit Laserpointern gegen Helikopter, Flugzeuge oder Züge. Daher wollte der Aargauer CVP-Grossrat Andreas Villiger vom Regierungsrat per Interpellation wissen, ob ein Laserpointerverbot realisierbar ist.

Einsatz ist gefährlich

Der Regierungsrat stuft die Gefahr, die von missbräuchlich eingesetzten Laserpointern ausgeht, als gross ein. Der Besitz von handgeführten, batteriebetriebenen Lasern mit Leistungen von 5 mW bis über 500 mW ist bereits verboten. Denn der Einsatz dieser Laser ist gemäss heutigen medizinischen Erkenntnissen äusserst gefährlich, vor allem, wenn sie in die Augen gerichtet werden. Der illegale Internethandel kann hingegen nicht unterbunden werden, aufgrund von unterschiedlichen Rechtsordnungen im Ausland.

Unterstellung unter das Waffengesetz

Der Regierungsrat unterstützt daher die Forderung, Import, Verkauf und Verwendung von bestimmten Laserpointern – beispielsweise durch die Unterstellung unter das Waffengesetz – zu regeln. Die nationale Arbeitsgruppe Waffe und Munition AWM stimmte dieser Unterstellung ebenfalls bereits zu.

Das Strafmass für Anschläge mit Laserpointern will der Regierungsrat hingegen nicht erhöhen. Angriffe mit Laserpointern entsprechen der vorsätzlichen oder der versuchten vorsätzlichen schweren Körperverletzung und werden maximal mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft. Dieses Strafmass sei ausreichend, liess der Regierungsrat mitteilen.