Kantonale Notrufzentrale

Regierung will 40 Millionen für die neue Notrufzentrale

Der geplante Annexbau (rechts) am Polizeikomando-Gebäude in Aarau (Visualisierung)

Der geplante Annexbau (rechts) am Polizeikomando-Gebäude in Aarau (Visualisierung)

Im Grundsatz ist man längst einig. Es braucht eine einheitliche Notrufnummer. Jetzt schickt die Kantonsregierung eine Vorlage dazu in die Vernehmlassung. Die Notrufzentrale kostet knapp 22 und die technischen Einrichtungen dazu 13 Millionen Franken.

Der Regierungsrat will die kantonalen Notrufzentralen zusammenlegen und die Führungsinfrastruktur für die Kantonspolizei und den Kantonalen Führungsstab verbessern. Dazu ist ein Grosskredit von 39,38 Millionen Franken notwendig. Der Regierungsrat hat einen entsprechenden Bericht in die Anhörung geschickt.

Heute bedienen drei Telefonzentralen im Aargau die Notrufnummern 112, 117, 118 und 144: die Einsatzzentrale im Polizeikommando in Aarau, die Verkehrsleitzentrale in Schafisheim und das Kantonsspital Aarau. Der Regierungsrat will diese drei kantonalen Notrufzentralen zusammenlegen, wie er schreibt.

Gleichzeitig soll die Führungsinfrastruktur für die Kantonspolizei und den Kantonalen Führungsstab (KFS) ausgebaut und erneuert werden.

Zunahme Notrufe und Effizienzgewinn

Mit der Zusammenlegung der drei Zentralen im Polizeikommando Aarau gehen die Notrufe künftig dann an einem Ort ein. Damit können die Organisationen für Rettung und Sicherheit effizienter zusammenarbeiten und im Interesse der Hilfesuchenden Synergien optimal nutzen.

Zudem sei die Erweiterung und Erneuerung der Infrastruktur aufgrund der zunehmenden Zahl von Notrufen erforderlich, argumentiert die Regierung weiter. Mittelfristig beabsichtigt der Bund, in der Schweiz wie in anderen europäischen Ländern eine einheitliche Notrufnummer einzuführen.

Das Projekt sei auch auf diese Entwicklung ausgerichtet. Der Abschluss des komplexen Gesamtprojekts ist für Mitte 2017 geplant.

Erweiterung des Polizeikommandos

Für die Realisierung der Kantonalen Notrufzentrale und die Erneuerung der Führungsinfrastruktur ist ein Grosskredit von 39,38 Millionen Franken notwendig. Für die bauliche Erweiterung des bestehenden Polizeikommandos fallen Kosten von 21,73 Millionen Franken an.

Die Investitionen für die technischen Einrichtungen der Notrufzentrale belaufen sich auf 13,21 Millionen Franken. Die weiteren Aufwendungen fallen für den Ersatzstandort bei einem Ausfall der Notrufzentrale und für Projektkosten an.

Der Regierungsrat hat heute einen entsprechenden Bericht in die Anhörung gegeben. Die Parteien und Verbände können bis Mitte September dazu Stellung nehmen. (MKU)

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