Bisher gibt der Kanton Aargau pro Jahr rund 730 000 Franken für die Bekämpfung gebietsfremder Pflanzen aus. Der Schwerpunkt liegt bei den sogenannten invasiven Neophyten, insbesondere in Naturschutzgebieten und beim Strassen-unterhalt, sowie bei der Bekämpfung von Feuerbrand und Ambrosia.

Laut der neuen «Neobiota-Strategie: Ziele und Handlungsbedarf zweite Projektphase» wäre aber viel mehr Geld nötig: 1,3 Millionen Franken zusätzlich verlangt der Bericht. Nur so könne der Kampf gegen Pflanzen, die hier nicht heimisch sind und hiesigen Pflanzen gefährlich werden,
erfolgreich geführt werden.

Geld für mehr Bekämpfung fehlt

Doch der Regierungsrat will die Bekämpfung «aus finanziellen Gründen nur im Rahmen der bisherigen Mittel umsetzen», wie es in einer Mitteilung heisst. Zwar unterstützt die Regierung die Stossrichtung der Neobiota-Strategie, wegen der angespannten Aargauer Finanzlage kann aber nicht mehr Geld investiert werden.

Dies könnte laut dem Bericht künftig zu «Schäden und Mehrkosten» führen. Denn die fremden Pflanzen bedrohen nicht nur die Artenvielfalt, sondern können auch zu Ernteverlusten führen. Zudem verursachen gewisse Neophyten wie Ambrosia auch Allergien beim Menschen. Die fremden Pflanzen, die ursprünglich auf anderen Kontinenten heimisch waren, werden mit dem weltweiten Handel eingeschleppt. (fh)