Der Regierungsrat lehnte eine Erhöhung des seit Anfang 2013 geltenden Stundensatzes von 57 Franken ab. Es bestehe "kein objektiv plausibilisierbarer Anlass und Bedarf", den Stundenansatz anzupassen, hiess es.

Der Verein Aargauische Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen (VAKA) hatte beim Kanton anhand der Kostenrechnungsdaten und basierend auf Daten aus einer Lohnerhebung unter den Mitgliedern die Anpassung des Stundensatzes per Januar 2014 beantragt.

Unverändert bleiben auch der Tarif für Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause mit dezentraler Leistungserbringung und der Tarif für selbständig tätige Pflegefachpersonen. Keine Änderung gibt es zudem beim Tarif für Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause mit räumlich begrenzter Leistungserbringung. Bei letzterem sei allerdings darauf hinzuweisen, dass es sich einstweilen um einen Übergangstarif handelt. Weitere Abklärungen über den Tarif Inhouse-Spitex seien in Gang, so die Regierung.

60 Millionen von den Gemeinden

Die Institutionen können für eine Pflegestunde 57 Franken verrechnen. Die Bewohner haben pro Tag maximal 21,60 Franken und die Versicherungen 108 Franken zu bezahlen.

Die Gemeinden müssen pro Tag höchstens 138,30 Franken übernehmen. Diese sogenannten Pflege-Restkosten betragen im kommenden Jahr für die Gemeinden voraussichtlich 53,6 Millionen Franken, wie die Aargauer Staatskanzlei am Freitag mitteilte.

Hinzu kommen die Kosten für die spezialisierten Pflegeleistungen, die ambulanten Restkosten sowie eine Reserve mit Blick auf die natürliche Zunahme von Pflegeintensität. Es geht um 6,7 Millionen Franken. Unter dem Strich müssen die Gemeinden insgesamt rund 60 Millionen Franken bezahlen. (rom/sda)