Wahlen AG 2019

Regierung, Nationalrat, Ständerat – die Reaktionen der Aargauer Parteipräsidenten

Die Aargauer Parteipräsidenten analysieren den Wahlsonntag.

Die Aargauer Parteipräsidenten analysieren den Wahlsonntag.

Die Resultate des Superwahlsonntags liegen vor. Bei den Nationalratswahlen gab es Überraschungen, die Kandidierenden von Ständerrat und Regierungsrat müssen in den zweiten Wahlgang am 24.November. Das sagen die Parteipräsidenten zu den Ergebnissen.

Thomas Burgherr, SVP: "Die Enttäuschung ist gross", räumt er aufgrund des Verlusts von 6,5 Prozent Wählerstimmen ein. "Wir hatten kein einfaches Jahr." Dazu nennt er die Querelen um die ehemalige Regierungsrätin Franzika Roth oder die Seniorenliste von Maximilian Reimann. "Aber wir sind deutlich nach wie vor die wählerstärkste Partei", hält Burgherr fest.

Marianne Binder, CVP: "Ich habe wahnsinnig Freude, dass wir zugelegt haben", sagt sie über den Sitzgewinn im Nationalrat, von dem sie selbst als Gewählte profitiert. Sie nennt die "motivierte Basis" als wichtigen Grund für den Erfolg, gerade nachdem eine Umfrage vor einigen Wochen ein Minus prognostiziert hatte. Auch die Listenverbindung mit der GLP habe geholfen. "Wir haben einen zusätzlichen Sitz für die politische Mitte holen können."

Daniel Hölzle, Grüne: "Ich bin überwältigt, ich hätte nicht gedacht, dass wir so viel hätten zulegen können", sagt er. Der Stimmengewinn liegt bei 4,3%, doch den zusätzlichen Sitz erhält die SP. "Das ist für uns nicht überraschend", sagt Hölzle. Für einen zweiten Sitz hätte man deutlicher zulegen müssen. 

Gabriela Suter, SP: "Im nationalen Vergleich haben wir im Aargau ein sehr gutes Resultat gemacht – dank unser Mobilisierungskampagne", ist sie überzeugt. Suter ist es selbst, die dank dem zusätzlichen dritten Sitz der SP nach Bern gewählt worden ist.

Lukas Pfisterer, FDP: "Thierry Burkart hat ein hervorragendes Resultat erzielt und fast das absolute Mehr erreicht", freut er sich einerseits. Andererseits: "Über das Nationalratsresultat sind wir enttäuscht." Der Stimmenverlust beträgt 1,5 Prozent, wodurch die FDP einen Sitz verliert. Pfisterer weist aber daraufhin, dass die FDP den dritten Sitz vor vier Jahren dank einer Listenverbindung mit SVP und CVP noch knapp hatte gewinnen können.

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