Reformierte Landeskirche
Verein «Projekt Doppeltür» erforscht das jüdisch-christliche Zusammenleben – und wird nun von der Synode der Reformierten unterstützt

An der Synodesitzung der Reformierten Landeskirche Aargau wurden das Budget 2022 sowie die Neuregelung der Weiterbildung einstimmig genehmigt. Barbara Stüssi-Lauterburg wurde neu in den Kirchenrat gewählt, Henry Sturcke in die Geschäftsprüfungskommission.

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Synodepräsident Lucien Baumgaertner gratuliert Barbara Stüssi-Lauterburg zur Wahl in den Kirchenrat.

Synodepräsident Lucien Baumgaertner gratuliert Barbara Stüssi-Lauterburg zur Wahl in den Kirchenrat.

Reformierte Landeskirche Aargau / Werner Rolli

Am Mittwoch hat die Synode der Reformierten Landeskirche im Trafo in Baden getagt. Die 134 Synodalen haben das Budget 2022 einstimmig genehmigt. Das teilt die Reformierte Kirche Aargau mit. Obwohl das Budget einen Verlust von 77'380 Franken vorsieht, wurde es mit einem unveränderten Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden von 2,3 Prozent diskussionslos genehmigt. Der Aufwandüberschuss kann laut Mitteilung einer Rückstellung entnommen werden.

Auch die beiden anderen Finanzgeschäfte wurden diskussionslos und ohne Gegenstimmen genehmigt. So bewilligte die Synode einen Rahmenkredit von 110'000 Franken, um die Informatik der Landeskirchlichen Dienste zu erneuern und genehmigte für die Sanierung von Küche und Lüftung sowie den Umbau des Heimgartens Brugg einen Verpflichtungskredit von 1,5 Millionen Franken.

Weniger Weiterbildung, dafür mehr Ferien

Ebenfalls diskussionslos beschlossen wurde die Neuordnung der Weiterbildung. Diese umfasst die Totalrevision der Dienst- und Lohnreglemente aller Angestellten der Kirchgemeinden und Landeskirchlichen Dienste. Der Weiterbildungsanspruch wurde von bisher zehn auf fünf Tage reduziert, zugunsten von einer Woche mehr Ferien.

Weiter hat die Synode beschlossen, dass die Reformierte Landeskirche Aargau dem Verein «Projekt Doppeltür» beitritt. Der Verein wurde 2016 gegründet und will die Geschichte des jüdisch-christlichen Zusammenlebens im Surbtal durch das geplante Begegnungszentrum in Lengnau einem breiten Publikum zugänglich machen.

Die Reformierte Landeskirche möchte ihren bisherigen Beobachterstatus in eine vollwertige Mitgliedschaft umwandeln als Zeichen für die Unterstützung der Anliegen des Vereins, heisst es in der Mitteilung. Die christlichen Kirchen hätten eine besondere Verantwortung für die Förderung des Respekts vor der jüdischen Kultur und ihres Erbes und für die bewusste Erinnerung an die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung in christlichen Gesellschaften, sagte Birgit Wintzer, Pfarrerin der Kirchgemeinde Surbtal.

Neue Kirchenrätin gewählt

Ganz zu Beginn der Sitzung fanden Ersatzwahlen von je einem Mitglied des Kirchenrats und der Geschäftsprüfungskommission statt. Für beide Ämter gab es nur eine Kandidatur. Im Kirchenrat ersetzt Barbara Stüssi-Lauterburg Regula Wegmann, die Ende Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt. Der Synodale Henry Sturcke wurde in die Geschäftsprüfungskommission gewählt. (az)

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