Die Sondermülldeponie Kölliken galt anfänglich als Pionierleistung. Darauf verweist die historische Baustellentafel, die noch heute beim Eingang der Anlage hängt.

In der Deponierungsphase wurde als Füllmaterial Kehrichtschlacke verwendet. Diese Schlacke ist jetzt wieder ein Thema. Sie ist im Rahmen der SMDK-Sanierung von der Zürcher Firma Eberhard nach einer Vorbehandlung im Bodenannahmezentrum BAZO in Oberglatt ZH in eine Deponie in Lufingen ZH gebracht worden. Diese ist mit einer 15 Zentimeter dicken Asphaltschicht abgedichtet. Eine Umweltgefährdung durch die 45'000 Tonnen Schlacke kann laut vom Bund eingesetzten Experten mit «sehr grosser Wahrscheinlichkeit» ausgeschlossen werden («Tages-Anzeiger» vom 28. 1.).

Dennoch ist ein Rechtsstreit zwischen dem Kanton Zürich, der die Schlackendeponierung bewilligt hat, und dem Bund im Gang. Der Bund weigert sich, 1,2 Millionen aus dem Altlastenfonds zu zahlen, weil er die Schlacken-Deponierung für widerrechtlich hält (die Schlacke sei früher chemisch anders zusammengesetzt gewesen).

Das Bundesverwaltungsgericht hat dem Bund Recht gegeben, der Kanton Zürich prüft einen Weiterzug ans Bundesgericht. (uhg)