Hürzelers Hauskauf
Reaktionen von «unglaublich und schockierend» bis zu «sein gutes Recht»

Der Hauskauf von Regierungsrat Alex Hürzeler in Deutschland schlägt bei den Leser von az online hohe Wellen. Eine grosse Mehrheit der Kommentare hat Mühe, den Entscheid des SVP-Politikers nachzuvollziehen.

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Alex Hürzeler lässts sich in Oeschgen ein Haus in diesem Stil bauen.

Alex Hürzeler lässts sich in Oeschgen ein Haus in diesem Stil bauen.

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«Immer dasselbe. Wasser predigen und Wein trinken.» Das ist einer von vielen Kommentare auf den Artikel der Aargauer Zeitung zu Alex Hürzelers Hauskauf im nördlichen Nachbarland.

Nach fast sechs Stunden kritisiert eine grosse Mehrheit den Regierungsrat aus Oeschgen im Fricktal deutlich. Die Reaktione reichen von «unglaublich und schockierend» bis zur «satten Ohrfeige für Handwerker».

«Fehlen von magistralem Gespür»

Mehrere vermissen eine Sensibilität, da er als Regierungsrat und Bildungsdirektor in einer besonderen Position steht. «Fehlen von magistralem Gespür» wird ihm vorgeworfen, und dass er sein Haus dort bestelle, «wo Schweizer Lehrlinge nicht ausgebildet werden».

Mehrere Kommentatoren setzen das Handeln des Politiikers zu seiner Partei, der SVP. «Typisch SVP: Viel reden und selber alles anders machen», schreibt ein Leser. Ein anderer meint, dass der Hauskauf in Deutschland im Gegensatz zum Mantra der SVP stehe: «ausländisch schlecht – schweizerisch gut.»

«Sein gutes Recht»

Eine Minderheit verteidigt dagegen Alex Hürzeler. «Es ist sein gutes Recht, ein Haus in D zu kaufen», heisst es ebenso wie: «Es ist seine private Angelegenheit. Und: Ich finde es eine Frechheit, den Aargauer Bildungs- und Sportdirektor derart anzugreifen.»

Ein anderer Kommentator schreibt von einem «ungerechtfertigten Angriff, weil jeder Hausbesitzer einen Grossteil seines Hausrates direkt oder indirekt im Ausland besorge».

Ein Sturm im Wasserglas?

Gespannt ist ein Leser auf Hürzelers nächstes Wahlergebnis. Dann wird sich zeigen, wie übel die Aargauerinnen und Aargauer ihrem Regierungsrat den Hauskauf in Deutschland nehmen. Oder ob die ganze Kontroverse langfristig nur ein «Sturm im Wasserglas» gewesen ist, wie eine Leserin kurz und knapp meint. (pz)

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