Strafverfahren
Razzia bei Regierungsrats-Kandidat Pius Lischer wegen Cannabis-Missbrauch

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den parteilosen Regierungsrats-Kandidaten Pius Lischer ein Strafverfahren eingeleitet wegen Verdacht auf Cannabis-Missbrauch. Am Montag wurde seine Wohnung durchsucht. Lischer ist entsetzt.

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Pius Lischer ist über die Vorwürfe entsetzt.

Pius Lischer ist über die Vorwürfe entsetzt.

Andrea Weibel

Den Stein ins Rollen brachte ein Beitrag auf Tele M1 vom Sonntagabend. Dort erzählt Pius Lischer frei von der Leber weg über seinen lockeren Umgang mit Cannabis.

Er kiffe nicht nur, so Lischer. Er verkaufe das Gras ab und zu auch weiter an Jugendliche. Letzteres hat die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Heute Nachmittag durchsuchten Polizisten die Wohnung des Regierungsratskandidaten.

Die Polizisten wurden bei der Razzia heute Nachmittag rasch fündig. Sie beschlagnahmten beim 49-jährigen IV-Rentner die Ernte von zwei Pflanzen.

Auch Waffe beschlagnahmt

Lischer findet die Razzia skandalös. Die Polizei hat ausserdem nicht nur die Cannabis-Ernte, sondern auch eine Waffe mitgenommen. Die habe er aber legal gekauft.

Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, begründet die Razzia damit, dass bei Lischers Interview explizit das Wort Jugendliche gefallen sei. Die Staatsanwaltschaft wolle nun wissen, was genau dahinter stecke, so Strebel.

Lischer bestreit auch nach der Razzia gegenüber Tele M1 nicht, dass er raucht und auch mit Cannabis dealt.