EU-Streit

Rahmenabkommen: Aargauer Unternehmer auf Konfrontationskurs mit Economiesuisse

Ein neu gegründetes Komitee rund um den Unternehmer Hans-Jörg Bertschi, Präsident des Aargauer Logistikunternehmens Bertschi-Group (Dürrenäsch), geht auf Konfrontationskurs mit dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse.

«Die Schweiz braucht ein besseres Rahmenabkommen», sagt Hans-Jörg Bertschi im «Tages- Anzeiger». Im vorliegenden Vertragstext seien die Interessen der Schweiz nicht hinreichend miteinbezogen worden. Bertschi fordert deshalb, dass die Schweiz das Rahmenabkommen nachverhandelt – und zwar am besten erst nach dem Brexit und nach den Wahlen zum EU-Parlament von Ende Mai.

Bertschi, der auch Vizepräsident der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) ist, warnt vor den langfristigen Folgen des Rahmenabkommens für die ganze Wirtschaft: «Mit dem Nachvollzug von EU-Recht läuft die Schweiz Gefahr, die Überregulierung und Bürokratie der EU übernehmen zu müssen.» Das gefährde die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Schweiz. Diese Regulierung sei der Grund, weshalb der EU-Raum wirtschaftlich nicht vom Fleck komme.

In Bertschis Komitee sind verschiedene exportorientierte Familienunternehmen dabei. Beispielsweise Hans-Peter Zehnder vom börsenkotierten Heizungshersteller Zehnder Group (Gränichen), Beat M. Schelling, Verwaltungsratspräsident des gleichnamigen Verpackungsherstellers in Rupperswil, oder Otto Suhner, Präsident des Maschinen- und Werkzeugherstellers Suhner und der Kabelwerke Brugg. Ebenfalls mit von der Partie ist der Luzerner FDP-Nationalrat Peter Schilliger. Dieser hält sich aber aufgrund der noch ausstehenden Stellungnahme der FDP-Fraktion zum Rahmenabkommen (noch) zurück. (rom) 

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