Raserjagd

Radarkontrollen sind aufwändiger, aber erfolgsversprechender als Blitzkästen

Kapo Aargau auf Raserjagd

Getarnt und konzentriert macht die Kapo Jagd auf Raser. Eine sehr aufwendige Aktion. Zwei Autofahrer mussten ihre Ausweise und Fahrzeuge abgeben.

Die Kantonspolizei Aargau zeigt, wie viel Personal es braucht, um auf Raserjagd zu gehen – trotzdem sieht Mediensprecher Roland Pfister klare Vorteile gegenüber fest installierten Anlagen.

Die Polizisten haben sich auf einer Waldlichtung eingerichtet, von der aus sie die Fahrzeuge auf der Strasse unbemerkt messen können. Leicht Übertretungen ahnden sie nicht – sie sind auf Raserjagd.

Die meisten Autofahrer, die erwischt würden, seien sich auch bewusst, dass sie zu schnell gefahren seien, sagt Kantonspolizist Stefan Hostetter gegenüber Tele M1. Die Messungen sind sehr personal- und zeitaufwendig, sechs Polizistinnen und Polizisten stehen an diesem Nachmittag im Einsatz.

Deshalb fordert Grossrat und VCS-Präsident Jürg Caflisch (SP) nach wie vor, an exponierten Stellen fixe Radarkästen zu installieren. Das sei sinnvoller, diese Erkenntnis hätten alle Kantone, ausser der Aargau, sagt er gegenüber Tele M1. 

Roland Pfister, Kommunikationschef der Kapo Aargau, sieht dagegen viele Vorteile der Lasermessungen. «Wir können denjenigen, der das Vergehen begeht, auf der Stelle anhalten. Da ist der erzieherische Effekt viel grösser. Und man kann die Massnahmen gleich umsetzen, zum Beispiel den Führerausweis auf der Stelle entziehen.» (kob)

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