InnovAARE
PSI und Kanton präsentieren Hightech-Park auf sieben Fussballfeldern

Der Kanton Aargau und das Paul Scherrer Institut (PSI) haben das Projekt PARK InnovAARE vorgestellt. Auf 3,8 Hektaren soll in der Hightech-Zone in Villigen ein schweizerischer Innovationspark entstehen.

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Der Kanton Aargau und das PSI haben das Konzept InnovAARE vorgestellt.
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InnovAARE soll Spitzenforschung und unternehmerische Innovationstätigkeit zusammenführen.
Bis im Jahr 2016 soll die erste Bauetappe abgeschlossen sein.
Der Park InnovAARE wird direkt neben dem PSI errichtet.

Der Kanton Aargau und das PSI haben das Konzept InnovAARE vorgestellt.

Zur Verfügung gestellt

Landammann Alex Hürzeler, Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann und PSI-Direktor Joël Mesot präsentierten am Donnerstagmorgen das Projekt PARK innovAARE in Villigen der Öffentlichkeit.

Damit beabsichtigen der Kanton und das PSI, sich für einen Netzwerkstandort des schweizerischen Innovationsparks zu bewerben. Die entsprechende Ausschreibung beginnt im November 2013 und wird von der Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) durchgeführt.

Ergänzung zu Hightech Aargau

«Der PARK innovAARE bringt Spitzenforschung und unternehmerische Innovationstätigkeit zusammen», sagt Alex Hürzeler. Laut dem Landammann ergänzt der geplante Innovationspark den Wissens- und Technologietransfer zwischen Firmen und Forschung. Er soll zudem die Hightech-Strategie des Kantons fördern.

Der PARK innovAARE wird in einem innovativen industriellen Umfeld mitten im Aargau liegen. Geplant ist eine multifunktionale, massgeschneiderte Infrastruktur auf 3,8 Hektaren direkt neben dem PSI. Ein privater Investor soll die Infrastruktur erstellen. In einer ersten Etappe sollen 10'000 Quadratmeter Nutzfläche erschlossen werden, die im Jahr 2016 für Unternehmen bezugsbereit sein werden.

Nähe zur Forschung ist Ideal

Mit seiner Forschungskompetenz und seinen weltweit einzigartigen Grossforschungsanlagen bietet das PSI ideale Voraussetzungen, um forschungsbasierte und unternehmerische Innovationsfähigkeit zu fördern.

Laut einer Medienmitteilung möchte das PSI seine Aktivitäten im Bereich des Wissens- und Technologietransfers noch weiter auszubauen. «Deshalb wünschen wir uns, dass sich hier Unternehmen ansiedeln, die von einer unmittelbaren räumlichen Nähe zu unseren Spitzenforschungsanlagen und unserem Expertenwissen profitieren möchten. Die örtliche Nähe wird sowohl formelle wie auch informelle Formen der Zusammenarbeit fördern», sagt PSI-Direktor Joël Mesot.

Die bestehende Vernetzung des PSI mit wichtigen schweizerischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen, wie der ETH Zürich sowie mehreren Universitäten und Fachhochschulen ist ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Entwicklung des geplanten Innovationsparks.

«Ein Innovationspark beim PSI stärkt nicht nur den Wirtschaftsstandort Aargau, sondern trägt angesichts des internationalen Renommees des PSI zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz als Ganzes bei», sagt Regierungsrat Urs Hofmann.

Aargau ist grösster Kanton ohne Universität

Der Aargau verfüge zwar über keine eigene Universität, räumte Landammann Alex Hürzeler ein. Diesen Nachteil versuche der Kanton mit einer aktiven Politik der Hochschul- und Innovationsförderung wett zu machen. Er verwies auf die kantonale «Hightech-Strategie», für die das Parlament 38 Millionen Franken bewilligte.

Teil der schweizerischen Wirtschaftspolitik

Um in der weltweiten Standortkonkurrenz mithalten zu können, sieht der Bund im revidierten Bundesgesetz über die Förderung der Forschung und Innovation (FIFG) vom 14. Dezember 2012 vor, einen schweizerischen Innovationspark zu errichten.

Dieser soll Unternehmen und Hochschulen eine Plattform für Kooperationen bieten. Der Innovationspark soll auf mehrere Standorte schweizweit verteilt werden. Neben den beiden Knotenpunkten an der ETH Zürich und der EPF Lausanne sollen verschiedene Netzwerkstandorte entstehen. Als mögliche Standorte sind unter anderem die Stadt Biel, der Kanton Tessin, die beiden Basel und der ehemalige Militärflughafen Dübendorf im Gespräch.

Im Auftrag des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) wird die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren die Kantone im November 2013 einladen, sich um einen Standort für den Schweizerischen Innovationspark zu bewerben. (rom/sda)

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