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Auf der Gemeindekanzlei in Safenwil liegt bis am Donnerstag, 19. Mai, das Baugesuch für die geplante Container-Siedlung für 95 Asylsuchende auf. Bei der Gemeinde dürfte bis dann eine Vielzahl Einwendungen eingegangen sein.
Mit Händen und Füssen wehren sich die Einwohner von Safenwil gegen die geplante Container-Siedlung für 95 Asylsuchende.
Und die Safenwiler wollen ein Zeichen setzen: Laut Tele M1 dürften bis zu 100 Einsprachen gegen die geplante Asylunterkunft eingehen.
Bis am Donnerstag, 19. Mai, liegt das entsprechende Baugesuch auf der Gemeindekanzlei in Safenwil auf.
Bis dann können noch Einsprachen eingereicht werden. Wie viele bislang eingegangen sind, darüber schweigen die Gemeindeverantwortlichen und verweisen auf die Frist.
Viele Einwender sind nicht berechtigt
Viele der Einwender dürften jedoch nicht berechtigt sein, Einsprache zu erheben.
So auch Markus Müller: «Obwohl ich nicht berechtigt bin, habe ich aus Solidarität eine Einwendung eingereicht», sagt er auf Anfrage.
Der Safenwiler hatte an der Infoveranstaltung vom 22. Februar gegen das Vorhaben opponiert: «Um das Projekt zu verhindern, werden wir die besten Juristen engagieren.»
Engagiert zeigt sich auch der Safenwiler Bauunternehmer Marco Rulli. Er hat in der Zwischenzeit einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Der Mitinitiant der Gruppierung «Safenwil sagt Nein zum Asylcontainerbau» wohnt gegenüber der geplanten Unterkunft.
Mit Transparenten wehren er und sein Nachbar sich sichtbar gegen das Vorhaben der Bauherrin, der Swiss Domizil Rental AG.
Auf dem Rechtsweg nutzt Rulli die Möglichkeit der Einsprache. Da er weiss, dass vielen Einwohnern die Formulierung der Einsprache schwerfällt, hat er für diese ein zweiseitiges Dokument vorbereitet. «Bislang habe ich es an über 60 Interessierte weitergeleitet», sagt Rulli und betont: «Jeder, der es möchte, darf die Einwendung unterzeichnet auf der Gemeindekanzlei einreichen. Es geht darum, ein klares Zeichen zu setzen.»
Grund des Ärgers bei Gemeinderat und Einwohnern ist der zentrale Standort sowie die Grundstückgrösse. Zudem fühlen sich die Safenwiler vom Kanton unfair behandelt. Die Gemeinde hat anstelle der 11 zugeteilten freiwillig 28 Asylsuchende aufgenommen. (sha/egu)