Weihnachtswünsche
Prominente Aargauer: Was sich Klein Peach, Jolanda & Co. einst vom Christkind wünschten

Wie Fuhrhaltersohn Ueli Giezendanner von der Eisenbahn träumte, Marianne Binder vergebens auf ein Pony hoffte und Peach Weber über einen Leuchtglobus strahlte: 16 Aargauer Persönlichkeiten verraten, was sie sich als Kind vom Christkind gewünscht haben.

Sandra Meier
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Aargauer Persönlichkeiten Christkindwunsch aus Kindertagen
33 Bilder
Marianne Binder, CVP-Parteipräsidentin Aargau
Ulrich Giezendanner, SVP-Nationalrat
   
Jolanda Urech, Stadtpräsidentin von Aarau
   
Pepe Lienhard, Musiker
   
Matthias Jauslin, FDP-Nationalrat
   
Peach Weber, Komiker
   
Hansjörg Knecht, SVP-Nationalrat
   
Yvonne Feri, SP-Nationalrätin
«Im Alter von zirka neun oder zehn Jahren wünsche ich mir ein «grosses» Fahrrad. Ich war damals schon fasziniert vom Fahrradfahren und hatte auch immer kindgerechte Räder – Occasionen, nachgebraucht. Logischerweise. Ich habe das dann wirklich bekommen. Es war eine «Zwischengrösse», aber im Grunde immer noch zu gross für mich und ich war mega stolz darauf. Die Liebe fürs Velofahren ist bis heute geblieben – ich finde es eine der besten Erfindungen im Fahrzeugbereich.»
Lucas Fischer, Akrobat
Irène Kälin, Grüne-Nationalrätin
«Ich gehörte nicht zu jenen Kindern, die einen grossen Wunsch hatte in Ihrer Kindheit, sondern ich habe mir Kleinigkeiten gewünscht, die mir dazumal unglaublich gross vorkamen, wie etwa eine Spielpost, ein Plüschtier oder ein Velo. Mit dem Glauben ans Christkind hatte ich es dagegen nicht so, sagte man mir doch früh, dass die Geschenke von meinen Eltern, Grossmüttern usw. kamen. So wusste ich auch, bei wem ich meine Wünsche deponieren musste. Einer meiner grossen Wünsche war sicher eine Schneefrau und wie man auf dem Bild sieht, hat sich dieser Wunsch auch ohne Zutun des Christkindes erfüllt.» Foto vom Dezember 1990
Anita Buri, Ex-Miss Schweiz
Adrian Stern, Sänger
Marit Neukomm, Aargauer des Jahres 2016
Markus Dieth, Regierungsrat
Markus Wopmann, Aargauer des Jahres 2017
Karin Bertschi, SVP-Grossrätin

Aargauer Persönlichkeiten Christkindwunsch aus Kindertagen

zVg

Markus Dieth (50) Regierungsrat, Wettingen

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«Als 7-Jähriger habe ich in Davos die 1. Klasse besucht. Auf meinem Wunschzettel stand schon damals, dass der HC Davos den Spengler Cup gewinnen sollte. Den passenden Pulli (in HCD-Farben) habe ich auch getragen.»

Anmerkung der Redaktion: Das Christkind war Markus Dieth in diesem Jahr wohl nicht wohlgesinnt: 1974 holte sich der HC Slovan Bratislava den Pokal.

Ulrich Giezendanner (64) SVP-Nationalrat, Rothrist

   

  

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«Meine Mutter hatte einen Lebensmittelladen, der Vater eine Kohlenhandlung/Fuhrhalterei, also wurde am Heiligabend bis 18.30 Uhr gearbeitet. Ich wünschte mir vom Christkind eine elektrische Eisenbahn (obwohl Fuhrhaltersohn!). Mein engster Freund und Nachbarssohn musste mit seinen Eltern ins Berner Oberland, ich war deshalb den ganzen Nachmittag alleine. Die Langeweile plagte mich – was tun? Oft beobachtete ich meine Eltern, wie sie vor der Nachtruhe ein paar Tropfen Sanalepsi-Tropfen (Baldrian) einnahmen. Ich beschloss, die fast unendliche Zeit bis zum Abend mit Schlaf zu überbrücken. Ich holte das Fläschchen im Bad und nahm einen kräftigen Schluck. Nur mit grosser Anstrengung gelang es meiner Mutter, mich vor dem feierlichen Abendessen zu wecken. Mein Wunschgeschenk war tatsächlich unter dem Christbaum. Ich war aber viel zu müde, die Eisenbahn (Marke Wesa) zusammen zu stellen. Kurz nach der Bescherung schlief ich wieder ein. Diese Geschichte höre ich jeden Advent wieder von meinen Angehörigen.»

Marianne Binder (59) CVP-Präsidentin Aargau, Baden

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«Mein Weg in den Kindergarten dauerte eine ganze Stunde. Deshalb wünschte ich mir zu Weihnachten ein Pony. Vergebens hielt ich unter dem Weihnachtsbaum Ausschau nach einem grossen Paket, aus dem es wieherte. Da waren nur kleinere Pakete. Darunter ein Bilderbuch über Le Roselet im Kanton Jura, ein Altersheim für Pferde, Ponys und Esel. Ich war verblüfft über diese Fehlinterpretation des Christkindes. Die Geschichten jedoch über die bedrohten und dann geretteten alten Pferde auf ihren Weiden, auf den weiten Hügeln und in den Wäldern von Le Roselet berühren mich bis heute.»

Markus Wopmann (62) Aargauer des Jahres 2017, Würenlos

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«Als etwa Neunjähriger wünschte ich mir sehnlichst ein Velo zu Weihnachten, was für meine Eltern ein ziemlich teures Geschenk war. Unter den Geschenken beim Weihnachtsbaum war natürlich kein Velo, sodass ich etwas enttäuscht war. Am Ende der Bescherung sagte mein Vater, ich solle mal im Keller nachschauen gehen, ob dort etwas für mich sei. So schnell wie damals bin ich nie in den Keller gerannt und fand dort tatsächlich ein neues Velo für mich allein, womit ich total glücklich war.»

Karin Bertschi (27) SVP-Grossrätin, Leimbach

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«Im Chindsgi-Alter hatte ich mir zu Weihnachten ein elektrisches Kinder-Klavier gewünscht. Unter dem Weihnachtsbaum lag darauf überraschend ein bunt eingepacktes Paket. Ich freute mich riesig, als mein "Örgeli" drin war. Über Wochen trug ich es unter dem Arm und klimperte darauf einfachste Melodien. Wenn ich heute auf einer Pfeifenorgel spiele und die Register ziehe, erinnere ich mich gerne zurück an mein Lerninstrument, das etwas bescheidenere Klänge hervorbrachte.»

Pepe Lienhard (71) Musiker, Lenzburg

   

  

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«Normalerweise lagen bei uns praktische Geschenke wie Socken unter dem Christbaum. Im Jahr 1957 wünschte ich mir als Elfähriger aber ein Saxophon. Dieses habe ich auch bekommen. Heute, 60 Jahre später, habe ich die Leidenschaft dafür immer noch nicht verloren.»

Anita Buri (39) Miss Schweiz 1999 und Moderatorin, Baden

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«Ich war ein typisches Meitli und hatte Freude an Puppen. Wenn ich brav war, habe ich Gewünschtes geschenkt bekommen. Dafür habe ich anfangs Dezember einen Wunschzettel auf den Fenstersims gelegt, der dann vom Christkind abgeholt wurde. Im Bild habe ich die Maria mit Kind gespielt, natürlich mit meiner damaligen Lieblingspuppe „Muggeli“.»

Peach Weber (65) Komiker, Wohlen

   

  

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«Als ich klein war, konnte man sich nichts Grosses wünschen. Das hatte den Vorteil, dass man als Kind noch überrascht sein konnte. Als ich von meiner Gotte einen grossen Leuchtglobus bekam, war ich total überwältigt und sass dann oft stundenlang im dunklen Zimmer vor der leuchtenden Weltkugel. Heute geben viele Kinder den Eltern einfach den Spielzeugkatalog und schreiben vorne drauf: alles! Da ist es dann sehr schwierig, sie noch zu überraschen...»

Jolanda Urech (64) Stadtpräsidentin Aarau

   

  

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«Ich wünschte mir wie alle anderen Mädchen eine Puppe mit einem Puppenwagen dazu. Ich bekam beides, alle – inklusive Gotte und Götti – legten zusammen. Von meiner Gotte bekam ich sonst jedes Jahr eine Tafel Schokolade und einen Teil eines Silberbestecks, also eine Gabel oder einen Löffel usw., allerdings keine Messer, da dies – laut ihr – die Liebe zerschneiden würde. Das Geschenk war wohl als spätere Aussteuer gedacht. Als Kind war ich über dieses Geschenk immer enttäuscht, da ich gar nichts damit anzufangen wusste.»

Matthias Jauslin (55) FDP-Nationalrat, Wohlen

   

  

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«Ich habe mir damals immer Spielzeugautos von Matchbox gewünscht. Die hatten jeweils richtige Scheiben, Inneneinrichtungen und man konnte sogar die Türen öffnen. Meine verborgene Enttäuschung war jeweils gross, wenn es eine andere Marke als Matchbox war.»

Irène Kälin (30) Grünen-Nationalrätin, Lenzburg

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«Ich gehörte nicht zu jenen Kindern, die einen grossen Wunsch hatten in ihrer Kindheit. Stattdessen habe ich mir Kleinigkeiten gewünscht, die mir unglaublich gross vorkamen. Etwa eine Spielpost, ein Plüschtier oder ein Velo. Mit dem Glauben ans Christkind hatte ich es dagegen nicht so, sagte man mir doch früh, dass die Geschenke von meinen Eltern, Grossmüttern usw. kamen. So wusste ich auch, bei wem ich meine Wünsche deponieren musste. Einer meiner grossen Wünsche war sicher eine Schneefrau und wie man auf dem Bild sieht, hat sich dieser Wunsch auch ohne Zutun des Christkindes erfüllt.»

Adrian Stern (42) Musiker, Baden

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«Ich erinnere mich, dass für mich als Siebenjähriger der Tee-Zug von Lego das coolste Ding auf der Welt war. Im ersten Wunschjahr war aber kein Tee-Zug unter dem Christbaum, erst ein Jahr später - eine unendlich lange Zeit! Aber welche Freude, als er endlich meiner war!»

Hansjörg Knecht (57) SVP-Nationalrat, Leibstadt

   

  

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«Ich wünschte mir eine Autorennbahn, die ich auch bekommen habe. Sie bestand aus zusammensteckbaren Fahrbahnteilen mit zwei Spuren, die jeweils einen Schlitz zur Führung der Modellfahrzeuge besass. Mit einem Handregler konnte die Geschwindigkeit der Modellautos gesteuert werden. Ziel des Spieles war es, möglichst schnell Runden zu fahren, ohne dass dabei die Fahrzeuge von der Strecke abkommen. Mein Idol damals war Clay Regazzoni und ich startete jeweils mit dem roten Ferrari.»

Marit Neukomm (34) Aargauerin des Jahres 2016, Oberentfelden

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«Ich hatte generell nicht so grosse Wünsche. Geblieben ist mir aber eines: Ich wünschte mir mit fünf oder sechs Jahren ein Playmobilspital, was für damalige Verhältnisse ein sehr grosses Geschenk war. Ich bekam es und weiss heute noch, wie ich das Spital unter dem Tannenbaum zusammensetzte und danach für viele Wochen über Stunden mit diesem Playmobilspital spielte. Ärztin bin ich aber nicht geworden, dafür meine liebe Schwester Esther.»

Lucas Fischer (27) Akrobat, Möriken

Fotos aus dem Buch 'Lucas Fischer - Tigerherz‘ - arisverlag.ch.

«Ich habe mir jedes Jahr an Weihnachten Schnee gewünscht. Irgendwann hat es geklappt und ich habe noch nie mehr Weihnachtsgefühle gespürt wie damals. Es war noch magischer als Weihnachten für mich sowieso schon ist.»

Yvonne Feri (51) SP-Nationalrätin, Wettingen

   

  

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«Im Alter von zirka neun bis zehn Jahren wünschte ich mir ein «grosses» Fahrrad. Ich war damals schon fasziniert vom Fahrradfahren und hatte auch immer kindgerechte Räder – Occasionen - nachgebraucht. Logischerweise. Ich habe das dann wirklich bekommen. Es war eine «Zwischengrösse», aber im Grunde immer noch zu gross für mich und ich war mega stolz darauf. Die Liebe fürs Velofahren ist bis heute geblieben – für mich eine der besten Erfindungen im Fahrzeugbereich.»

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