Verkehrskonzept Ostaargau

Projekt Oase: Im Herbst startet zweite Anhörung

Im Rahmen von Oase plant der Kanton eine Limmatbrücke für den Autoverkehr vom Badener Quartier Brunnmatt (beim Friedhof Liebenfels) an die Schwimmbadstrasse zum alten Schlachthof in Wettingen (beim Lidl, Bild).

Im Rahmen von Oase plant der Kanton eine Limmatbrücke für den Autoverkehr vom Badener Quartier Brunnmatt (beim Friedhof Liebenfels) an die Schwimmbadstrasse zum alten Schlachthof in Wettingen (beim Lidl, Bild).

Das Verkehrskonzept Ostaargau geht bereits in die nächste Phase.

Die wachsende Bevölkerung und die steigende Anzahl Arbeitsplätze stellen hohe Anforderungen an die zukünftige Organisation von Siedlung und Verkehr. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hält dazu in einem Schreiben fest, das regionale Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (Oase) wolle die Weichen rechtzeitig stellen und zeigen, «mit welchen Massnahmen die Mobilität von morgen funktioniert». Das Konzept Oase werde in Zusammenarbeit mit den regionalen Planungsverbänden Brugg Regio, Baden Regio und Zurzibiet Regio sowie den zwölf Gemeinden rund um die Kernstädte Baden-Wettingen und Brugg-Windisch «in einem bisher einzigartigen Mitwirkungsverfahren erarbeitet», heisst es dazu weiter.

Das BVU unterteilt die Planung in eine Vorstudienphase 2015–2017 und in eine Phase mit Vertiefungsstudien in den Jahren 2017–2019. Sowohl die Vorstudie wie auch die Vertiefungsstudien erfolgten mit Einbezug der drei bereits erwähnten Planungsverbände. Zusätzlich wurden die zwölf betroffenen Gemeinden involviert.

Bereits behördenverbindlich

Das Ergebnis der Vorstudienphase wurde mit Beschluss des Grossen Rats schon am 27. Juni 2017 behördenverbindlich. Im kantonalen Richtplan wurden das Kapitel «Regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau» sowie die beiden Zentrumsentlastungen für Brugg/Windisch und Baden auf der Koordinationsstufe Zwischenergebnis aufgenommen.

In der zweiten Phase der Vertiefungsstudien 2017–2019 wurde Oase weiterentwickelt. Es fanden zudem insgesamt sechs halbtägige partizipative Workshops mit den zwölf direkt betroffenen Gemeinden getrennt nach den Räumen Brugg und Baden statt. Diese halfen laut Mitteilung, das Verständnis für das Gesamtkonzept zu schärfen, das Konzept weiter zu verfeinern und die Bewertung für die Strasseninfrastruktur Zentrumsentlastungen zu verstehen.

Das ist der Fahrplan

Diese Mitwirkungen fanden in einem rein informellen Rahmen statt, betont das Departement Attiger. Jetzt liegen die Resultate der Vertiefungsstudien 2017–2019 vor. Nun bereitet das BVU in den nächsten Monaten das Oase-Dossier für die öffentliche Anhörung und Mitwirkung für die «Richtplananpassung Festsetzung» vor. Die startet am 18. Oktober 2019 und dauert bis zum 17. Januar 2020. Daran beteiligen können sich Bund, Nachbarkantone, Nachbarländer, Gemeinden, regionale Planungsverbände, Parteien, Verbände, Einwohnerinnen und Einwohner. Unmittelbar nach dem Start der Anhörung plant das BVU öffentliche Informationsveranstaltungen in den betroffenen Oase-Regionen.

Danach folgen die Auswertung und die Wertung der Eingaben, die Anpassung des Oase-Dossiers für den Regierungsrat und den Grossen Rat. Gegen Ende 2020 soll das Dossier laut Planung dem Grossen Rat für den Eintrag auf Stufe Festsetzung im Richtplan vorgelegt werden. (AZ)

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