Mit einer Bekenner-Aktion gegen Littering machten Botschafter der nationalen Sensibilisierungskampagne IG saubere Umwelt (IGSU) am Freitag an der Autobahnraststätte Würenlos die Autofahrerinnen und Autofahrer auf die Problematik aufmerksam.

Abfallsäcke offenbaren, was am Strassenrand oder auf Autobahnraststätten liegen bleibt: Sonnenschirme, Glasflaschen, Dosen, leere Verpackungen oder auch ein Unihockeystock. Es komme auch vor, dass Menschen an eine Raststätte fahren und dort ihren Hausmüll entsorgen, sagt Cédric Québatte, Teamleiter IGSU. «Wenn man es hochrechnet, dann sind es allein auf dem Autobahnabschnitt Dietikon–Oftringen 80 000 Kilo Abfall pro Jahr.»

Kürzlich hat der Grosse Rat eine Littering-Busse von bis zu 300 Franken beschlossen. Québatte sagt: «Unsere Haltung ist, dass Bussen helfen können, weil sie präventiven Charakter haben und zeigen, dass Littering gesellschaftlich nicht akzeptiert ist.» Bussen könnten laut Québatte als eine Massnahme neben Prävention und Sensibilisierung zwar eine gewisse Wirkung haben. Alleine dadurch lasse sich das Littering-Problem aber nicht lösen.

Autofahrer können sich in Würenlos mit einer Unterschrift symbolisch zum Kampf gegen Littering bekennen und einen Abfallsack für das Auto mitnehmen. Die Aktion ist auch ein Hinweis auf die Clean-up Days am 13. und 14. September. (az)

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