Realschulen

Postulat wurde knapp zugestimmt: Jetzt gibt es mehr Geld für mehr Lektionen

An Realschulen soll die Anzahl der ungebundenen Lektionen nicht reduziert werden. (Symbolbild)

An Realschulen soll die Anzahl der ungebundenen Lektionen nicht reduziert werden. Der Grosse Rat hat ein Postulat von Links- und Mitteparteien knapp gutgeheissen.

Der Grosse Rat kommt dem Postulat der Fraktionen SP, CVP, EVP-BDP, GLP und Grünen nach, welches fordert, dass die Anzahl ungebundener Lektionen an der Realschule nicht reduziert wird. Knapp, mit 68 zu 64 Stimmen haben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier den Vorstoss überwiesen. Der Regierungsrat hatte das Vorhaben abgelehnt, ebenso die SVP und die FDP.

Die Regierung will den neuen Lehrplan kostenneutral einführen. Weil aber insbesondere an der Realschule die Pflichtstunden erhöht werden, sollten die Wahlfächer und frei verfügbaren Lektionen reduziert werden.

Qualitätsverlust befürchtet

Die Postulanten befürchteten damit Qualitätsverluste. Es sei zu prüfen, ob die Mehrkosten mit Geldern gedeckt werden können, welche mit der Abstimmung über die Vorlage «Stärkung der Volksschule» für Zusatzlektionen bewilligt worden sind, fordern sie. Demnach sollten ab dem Schuljahr 2016/2017 30 Millionen Franken für Zusatzlektionen zur Verfügung stehen. Wie Manfred Dubach (SP) ausführte, stünden bislang den Schulen aber nur knapp 12,5 Millionen Franken zur Verfügung. Dabei sei es erklärtes Ziel des Kantons, dass 95 Prozent der Jugendlichen einen Abschluss auf Stufe Sek II erreichen, so die Postulanten. Würde den Schulen mehr Geld für Lektionen zustehen, so erscheine dieses Ziel realistischer.

Realschülerinnen und Realschüler würden in Zukunft nicht weniger gefördert, argumentierte Christine Keller Sallenbach für die FDP. Dies, weil im Gegenzug mit der Einführung des Neuen Aargauer Lehrplans die Anzahl der Pflichtlektionen erhöht werde. Bildungsdirektor Alex Hürzeler appellierte vergeblich an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier, den Budget-Prozess vom Herbst abzuwarten und nicht jetzt neue Gelder zu sprechen. Auch im Sinne der Parteien, welche hinter der Haushaltssanierung stehen, wäre dies angebracht, findet der Regierungsrat. «Ich bitte Sie, das Gesamtpaket im Blick zu behalten», sagte er. (eva)

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