Es sei für diese Gemeinden von grosser Bedeutung, weiterhin einen gewissen Grad an Service-Public-Infrastrukturen zu haben, um ihre Funktion als regionale Zentren erfüllen zu können. Das schreibt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme zur Revision der Postverordnung an das Bundesamt für Kommunikation.

Gemäss Vorstellungen des Bundes sollen in Zukunft 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung innert 20 Minuten zu Fuss oder mit einem öffentlichen Verkehrsmittel eine Post- oder Zahlungsverkehrsstelle erreichen können. In urbanen Gebieten soll mindestens eine Poststelle oder Agentur pro 15'000 Einwohner oder Beschäftigte bestehen.

Der Regierungsrat hält dazu fest, eine hohe Netzdichte mit Post-Angeboten sei ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft und die Bevölkerung. Das Dichtekriterium von 15'000 Einwohnerinnen und Einwohnern oder Beschäftigten für den Aargau sei zu grobkörnig. Nur wenige Gemeinden würden dieses Kriterium erreichen. Der Aargau sei mit 212 Gemeinden ein sehr dezentraler Kanton.

Postagenturen verbessern

Der Regierungsrat fordert zudem, dass die Attraktivität von Agenturen erhöht wird. Eine Kundenbefragung habe ergeben, dass das Agenturpersonal als weniger freundlich und dienstleistungsorientiert wahrgenommen werde.

Daher müssten die Information der Kundschaft und die Ausbildung des Agenturpersonals verbessert werden. Der Bund solle bei der Umwandlung einer Poststelle in eine Agentur konkrete Qualitätsanforderungen formulieren. Er mache in der Postverordnung jedoch keine konkreten Vorgaben. Vieles sei daher noch unklar.