Aargau
Postauto-Affäre: Kanton will Geld zurückfordern

Nach der Subventionstrickserei bei Postauto wollen der Kanton und die Gemeinden zu viel bezahlte Abgeltungen zurückfordern. Gemäss dem Regierungsrat ist die Summe noch unklar. Der Aargau zahlt 47 Millionen Franken pro Jahr für Postauto-Leistungen.

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Kenneth Nars

Die Aufteilung der zu viel bezahlten Abgeltungen lasse sich nicht linear ausrechnen, schreibt der Regierungsrat in der Stellungnahme zu einer Interpellation von SVP-Grossrat Martin Keller. Daher könne derzeit nicht abgeschätzt werden, welche Summe Kanton und Gemeinden zu viel bezahlt hätten. Erst wenn die entsprechenden Beiträge bekannt seien, könnten die Anteile der Gemeinden ermittelt werden.

47 Millionen Franken pro Jahr

Postauto hatte in den Jahren 2007 bis 2015 im regionalen Personenverkehr bedeutende Gewinne erwirtschaftet und diese gegenüber den Bestellern nicht offengelegt. In den neun Jahren wurden insgesamt Gewinne in Höhe von rund 78 Millionen Franken dem subventionierten Geschäft entzogen. Dies geschah durch umfangreiche fik- tive Buchungen im Bereich der Kosten- und Leistungsverrechnung.

Der Kanton Aargau bezog im vergangenen Jahr bei der Postauto Schweiz AG Regionalverkehrsleistungen im Umfang von rund 47 Millionen Franken. Davon trugen Bund und Kanton jeweils 17 bis 18 Millionen Franken und die Gemeinden rund 11 Millionen Franken. Zusätzlich bestellten Kanton und Gemeinden für rund 2,8 Millionen Franken Leistungen im Ortsverkehr. (sda/az)