eHealth
Post baut Plattform für Online-Patientendaten, um den Austausch zwischen Ärzten zu vereinfachen

Ärzte sollen Informationen untereinander elektronisch austauschen können. Der Auftrag geht an den gelben Konzern.

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In Zukunft sollen die Patientendossiers elektronisch geführt werden.Der Auftrag geht an die Post.

In Zukunft sollen die Patientendossiers elektronisch geführt werden.Der Auftrag geht an die Post.

Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

Die fällige Tetanus-Impfung, das verschriebene Asthma-Medikament, die letzte Blutdruck-Messung – im Gesundheitswesen müssen viele Daten gesammelt werden. Fehlen Angaben – zum Beispiel über eine Allergie – kann dies im Extremfall lebensgefährlich werden. In Zukunft sollen die Patientendossiers elektronisch geführt werden. Das würde es den Spitälern und Praxen ermöglichen, relevante Infos per Mausklick untereinander auszutauschen.

Nun macht der Kanton Aargau einen nächsten Schritt hin zum elektronischen Patientendossier. Die Schweizerische Post und der Verein Stammgemeinschaft eHealth Aargau kündigen in einer Mitteilung eine Zusammenarbeit an. Gemeinsam soll die eHealth-Plattform für die Versorgungsregion Aargau erarbeitet werden. Damit sollen unter anderem Spitäler, Spezial- und Hausärzte die Daten in Zukunft «effizient und sicher» unter sich austauschen können. «So können administrative Aufwände reduziert und Kosten eingespart werden», heisst es in der Mitteilung weiter. In den elektronischen Patientendossiers werden sensible Informationen abgespeichert; entsprechend heikel ist die Frage des Datenschutzes. Dazu schreiben die Post und eHealth Aargau: «Sämtliche Gesundheitsdaten befinden sich stets in der Hoheit der Patienten – nur sie bestimmen, mit wem sie diese teilen wollen.»

Auch andere Kantone wie Genf oder Graubünden nutzen das eHealth-Angebot der Post bereits. Das Bundesgesetz, das die Einführung der elektronischen Patientendossiers regelt, ist am 15. April in Kraft getreten. Spitäler haben nun drei Jahre lang Zeit, um das elektronische Patientendossier einzuführen. Die ersten Dossiers können voraussichtlich Mitte 2018 eröffnet werden.(Mbü)