Einbrüche
Polizeisprecher Graser: «Selbstverständlich rücken wir immer aus»

Es gäbe Kantone, bei denen die Polizei bei einem Einbruch nicht einmal ausrücken würde, sagte Denner-Chef Mario Irminger unlängst. Den Aargau kann er dabei nicht gemeint haben. Sprecher der Kantonspolizei Bernhard Graser sagt: «Wir rücken immer aus.»

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Die Aargauer Polizei rücke bei jedem Einbruchdiebstahl aus, so Mediensprecher Bernhard Graser.

Die Aargauer Polizei rücke bei jedem Einbruchdiebstahl aus, so Mediensprecher Bernhard Graser.

Aargauer Zeitung

«Es gibt Kantone, wo die Polizei bei einem Einbruch nicht einmal mehr sofort ausrückt.» Das sagte Denner-Chef Mario Irminger im Interview mit der «Schweiz am Sonntag».

Das Unternehmen leidet unter einer nicht abreissenden Diebstahlserie, innert Jahresfrist hätten sich die Schäden verdoppelt, so Irminger.

Graser: «Selbstverständlich rücken wir immer aus»

Den Aargau kann Irminger mit seiner Aussage zu den Gesetzeshütern nicht gemeint haben, da ist man sich im Polizeikommando in Aarau sicher. Selbstverständlich rücke man bei Einbruchsmeldungen immer aus, sagt Kantonspolizei-Sprecher Bernhard Graser. Einbruchdiebstähle in Verkaufsgeschäften würden allerdings sehr oft erst am nächsten Morgen bemerkt, und da sei die Erfolgsquote bei der Fahndung dann zugegebenermassen gering, so Graser.

Bei der Aargauer Kantonspolizei registriert man übrigens keine generelle auffällige Zunahme von Einbrüchen in Detailhandelsgeschäfte.

Man habe schon seit drei Jahren keine Einbrüche mehr zu beklagen gehabt, sagt auch Reto Wüthrich von der Genossenschaft Migros Aare. Man vermute, dass man das auch dem Umstand zu verdanken habe, dass die Migros keinen Alkohol und keine Zigaretten führt. Denn spezifisch auf Zigaretten haben es die Diebe meistens abgesehen, wenn sie Satelliten der Migros-Tochter Denner heimsuchen.

In die zum Teil nicht sonderlich gut gesicherten Filialen kommen sie mehr oder weniger einfach rein, packen grosse Müllsäcke mit Zigarettenstangen voll und verschwinden danach sofort wieder.

Dieses «Geschäft» sei übrigens weniger in den Händen der sogenannten Kriminaltouristen, die die Polizei derzeit stark beschäftigen, so Bernhard Graser. Die Zigarettendiebe seien eher hier ansässig. (mou)