Birmenstorf

Polizeirapport braucht noch Zeit – 2,5 Tonnen Stahl für beschädigte Brücke

Lose Teile der stark beschädigten Brücke über die A1 bei Baden werden entfernt. Emanuel Freudiger

Lose Teile der stark beschädigten Brücke über die A1 bei Baden werden entfernt. Emanuel Freudiger

Nach dem Bagger-Crash gehen die Arbeiten auf der A1 und an der Brücke weiter. Bis die Anzeige gegen den Chauffeur des Anhängerfahrzeugs bei der Staatsanwaltschaft landet, kann es noch eine Weile dauern.

Nach dem Unfall auf der A1 dauern die Ermittlungen der Polizei an. Wie lange, kann noch nicht gesagt werden. «Der Lenker des Anhängerfahrzeugs, der eine Baumaschine transportiert hat, wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt», so Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau. Sobald der Polizeirapport fertiggestellt ist, wird das Verfahren an die zuständige Staatsanwaltschaft übergeben.

Elisabeth Strebel, Leiterin der Medienstelle der Staatsanwaltschaft Aargau, sagt, dass es noch eine Weile dauern könnte, bis dies passiere. «Ich denke nicht, dass die Staatsanwaltschaft noch diesen Monat mit dem Verfahren betraut wird.»

Nebst der Polizei arbeitet auch die Lenzburger Firma Wülser Metallbau auf Hochtouren. Sie hat die Verschalungen für die Unfallbrücke auf der A1 hergestellt. Zwei Drittel der Verschalungen wurden in der Nacht auf Mittwoch bereits montiert. Am Montag musste alles schnell gehen. «Anfang Nachmittag erhielten wir den Anruf. Mein Mann fuhr dann sofort zur Unfallstelle zum Augenschein», so Franziska Wülser von der Wülser Metallbau in Lenzburg.

Wie geht es jetzt mit der Unfallbrücke auf der A1 weiter?

Wie geht es jetzt mit der Unfallbrücke auf der A1 weiter?

Schon im Laufe des Nachmittags waren dann die Pläne fertig und der Stahl bestellt. «Dank unseren guten Beziehungen zum Lieferanten konnten wir den Stahl kurze Zeit später abholen - 50 Tafeln mit einem Gesamtgewicht von rund 2,5 Tonnen. Am Montag und Dienstag wurden dann die Verschalungen hergestellt, die verhindern sollen, dass weitere Betonteile auf die Autobahn fallen. «Am Montag wurden die übrigen Arbeiten kurz zurückgestellt, am Dienstag konnten wir zusätzliche Arbeiter als Aushilfen engagieren», so Franziska Wülser.

Bereits sind zwei Drittel der Verschalungen montiert. «Drei unserer Arbeiter waren in der Nacht auf Mittwoch an der beschädigten Brücke im Einsatz», so Franziska Wülser. In der Nacht auf Donnerstag werden dann die restlichen Verschalungen montiert. Zum Preis der Verschalungen machte Franziska Wülser keine Angaben. Dieser richte sich aber nach dem Tagespreis des Stahls und dem Arbeitsaufwand. (mf/ser)

Die Profiteure des A1-Baggerunfalls

Die Profiteure des A1-Baggerunfalls

Meistgesehen

Artboard 1