Massnahmen
Polizei überzeugt: Wegen Crime Stop gehen Autoaufbrüche zurück

Seit der Einführung von Crime Stop werden die Täter für mehrere Monate in Untersuchungshaft gesteckt und so aus dem Verkehr gezogen. So gingen die Zahlen von monatlich bis zu 146 Autoaufbrüchen im Januar zurück bis rund 40 monatlich im August.

Adrian Hunziker
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Polizei macht die Crime Stop-Initiierung für den Rückgang an Autoaufbrüchen verantwortlich
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Polizei macht die Crime Stop-Initiierung für den Rückgang an Autoaufbrüchen verantwortlich

Kapo AG

Die Solothurner Kantonspolizei meldete kürzlich, dass es im Kanton anhaltend viele Autoaufbrüche gebe. So seien 2012 bisher rund 600 Autos aufgebrochen worden. Der Kanton Aargau hat in diesem Jahr mit noch mehr solchen Delikten zu kämpfen. Im Winter und Frühling explodierten die Zahlen förmlich.

«Im Februar und März dieses Jahres verzeichneten wir teilweise 50 bis 60 Autoeinbrüche pro Woche», bestätigt Bernhard Graser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei. Das sei ein bis dahin unbekanntes Phänomen gewesen. Aufgrund der massiven Steigerung der Delikte im Vergleich der vorherigen Jahre analysierte der Kanton das Problem und initiierte die Crime Stop-Massnahmen.

Diese wirkten und brachten die Zahl der Autoeinbrüche auf ein tieferes Niveau herunter. «Wir stellten im Winter und Frühling fest, dass häufig Asylbewerber Serieneinbrüche an Autos begingen, sodass die Anzahl in die Höhe stieg. Zuvor mussten wir die Delinquenten immer nach kürzester Zeit wieder aus der Haft entlassen», erklärt Graser. Doch seit der Einführung von Crime Stop würden die Täter für mehrere Monate in Untersuchungshaft gesteckt und so aus dem Verkehr gezogen. «Diese Massnahme zeigte Wirkung. Die Präventionskampagne schien bei den Tätern Verunsicherung auszulösen.»

146 Aufbrüche zu Spitzenzeiten

Tipps gegen Autoeinbrüche

• Das Fahrzeug immer abschliessen - auch wenn Sie es nur für kurze Zeit verlassen. Denken Sie dabei ebenfalls an den Kofferraum. Und vergessen Sie nicht, auch Fenster und Schiebedächer komplett zu schliessen.
• Keine Wertsachen im Auto lassen. Nehmen Sie Wertgegenstände, Elektronikartikel, Bargeld und persönliche Dokumente immer mit.
• Verdächtige Personen sofort melden. Rufen Sie die Polizeinotrufnummer 117 lieber einmal mehr an, wenn Sie verdächtige Vorkommnisse beobachten. (AHU)

Aufklärungsquote gesteigert

Von den knapp 1000 Aufbrüchen 2012 konnte die Polizei bisher 6,5 Prozent aufklären. Somit konnte die Polizei die Aufklärungsquote im Vergleich zu 2011 (4,1 Prozent) um 2,4 Prozent steigern. «Das ist eine sehr gute Leistung, denn das sind x Mannstunden, die da abgearbeitet wurden», so Graser. Zudem sei es bei diesen Delikten immer schwierig, Ermittlungen durchzuführen. Dank Crime Stop und den damit verbundenen Überwachungen sei man den Delikten aber Herr geworden.

Was die Aufklärung von Einbruchdiebstählen generell betrifft, so konnte die Polizei 2011 eine Quote von rund 10 Prozent erreichen. Für 2012 und auch 2013 hat der Regierungsrat eine Aufklärungsquote von 12 Prozent budgetiert. Für die folgenden Jahre sollen es gar 13 Prozent sein. «Es ist immer mit grossem Aufwand verbunden, eine Steigerung zu erreichen. Wir sind ein kleines Korps und es verlangt Opfer, wenn man auf diese Priorität setzt», erklärt Graser. Doch auch die Polizei selbst sei erpicht, die Aufklärungsquote zu steigern.