Aargau
Polizei sucht nun auch via Bus-Bildschirmen nach Verbrechern

Bus- und Zugpassagiere staunten in den letzten Tagen nicht schlecht: Anstelle von News, Wettervorhersagen oder Werbung erblickten sie auf den digitalen Bildschirmen einen Fahndungsaufruf der Polizei.

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In den Bussen wird nun auch nach Verbrechern gefahndet.

In den Bussen wird nun auch nach Verbrechern gefahndet.

Aargauer Zeitung

„DRINGENDER FAHNDUNGSAUFRUF" steht da auf den Newsbildschirmen im Bus. Daneben das Foto von Salih Sylbeka – dem 23-jährigen Kosovaren, der dringend verdächtigt wird, am Montag in Wohlen seine Ehefrau mit einem Messer am Hals verletzt zu haben. Die Polizei spricht von „versuchter vorsätzlicher Tötung". Der Mann ist noch immer auf der Flucht.

Es sei nicht das erste Mal, dass auf den Bildschirmen nach Personen gesucht wird, sagt Kantonspolizei-Sprecher Bernhard Graser gegenüber dem "SRF Regionaljournal Aargau/Solothurn. Man habe in der Vergangenheit schon zwei Vermisstmeldungen auf diese Weise verbreitet.

Der Fahndungsaufruf werde noch für ein paar Tage in den öffentlichen Verkehrsmitteln publiziert. Bisher sei das Echo aus der Bevölkerung aber nicht gross. Da der mutmassliche Täter erst vor kurzem aus dem Kosovo eingewandert ist, vermutet die Polizei, dass er sich in Richtung seines Heimatlandes abgesetzt hat. (nro)