«TalkTäglich»

Polizei-Legende Max Suter zieht nach 40 Jahren Bilanz: «Ich verurteilte nie den Menschen – nur die Tat»

Der Aargauer Super-Ermittler tritt ab

Die wichtigsten Momente aus dem Talk mit Max Suter.

Er hatte es mit den schlimmsten Mördern der Schweizer Kriminalgeschichte zu tun. Jetzt ist Max Suter nach 40 Jahren in den Ruhestand getreten. Für ihn war jedes Tötungsdelikt einzigartig, aber welche Fälle waren besonders emotional und schwierig? In der Sendung «TalkTäglich» verrät er es.

Sein ganzes Leben war ein Krimi: Vier Jahrzehnte lang hat Max Suter Verbrecher gejagt und verhaftet. Zu seinen Fällen gehörten einige der schlimmsten Verbrechen, die die Schweiz je gesehen hat. Jetzt ist der legendäre Aargauer Polizist in Rente gegangen. Im Gespräch mit «TalkTäglich»-Moderator Oliver Steffen schaut Suter noch einmal auf seine aufregende Zeit bei der Polizei zurück.

«Bei mir hat das bereits früh angefangen», erinnert sich Suter. «In der Schule habe ich unter dem Bank immer die berühmten Jerry Cotton-Romane gelesen und habe schon damals immer von seinem roten Jaguar e-type geträumt.» Er habe die Bücher über den FBI-Agenten geradezu verschlungen und es zeichnete sich bereits damals ab, dass Suter irgendwann bei der Polizei landen werde.

In seine Amtszeit fiel auch eines der schwersten Verbrechen, das die Schweiz je erschüttert hat: der Vierfachmord von Rupperswil. Ausgerechnet zu jener Zeit weilte Suter in den Ferien. Für ihn ist sicher: «Hätte mich jemand gebeten, in den nächsten Flieger zu steigen und nach Hause zu fahren, ich hätte es getan.» Doch Suter wusste stets, dass der Polizeibetrieb im Aargau auch ohne ihn reibungslos funktionierte.

Trotz der unglaublichen Brutalität des Falles von Rupperswil habe Suter abends jeweils gut einschlafen können. «Das hat mir nie Probleme bereitet», so der ehemalige Polizist. Es wäre aber gelogen, zu behaupten, dass gerade der Fall von Rupperswil spurlos an einem vorübergeht. Auch der «Fall Boi», bei dem ein jugendlicher Straftäter eine junge Frau mit einem Holzhammer tötete, ging Suter nahe.

Einem Drogensüchtigen erkenne man, wenn man ihn sehe. Einem Brandstifter oder gar einem Mörder sehe man dies aber nicht an. «Ich sass vielen Straftätern gegenüber», so Suter. «Und ich habe immer gesagt, ich verurteile nicht den Menschen, ich verurteile die Tat, die dieser Menschen begangen hat.» (luk)

Die ganze «TalkTäglich»-Sendung mit Max Suter können Sie hier nachschauen:

Der Aargauer Super-Ermittler tritt ab

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