Strafverfahren

Pius Lischer: «Ich bin kein Kiffer, ich bin Cannabis-Geniesser»

Pius Lischer mit seinen Cannabis-Pflanzen

Pius Lischer mit seinen Cannabis-Pflanzen

Regierungsrats-Kandidat Pius Lischer ist überzeugter Cannabis-Konsument. Dies wurde ihm nun zum Verhängnis. In seiner Wohnung wurde eine Razzia durchgeführt, bei der nicht nur seine Cannabis-Ernte, sonder auch zwei Schusswaffen sichergestellt wurden.

Pius Lischer findet es lächerlich, dass bei ihm eine Razzia durchgeführt wurde: «Das muss nun wieder der arme Steuerzahler begleichen», sagt er. Die Polizei wurde auf ihn aufmerksam, weil er im Porträt-Bericht von Tele M1 zu den Regierungsratswahlen gesagt hatte, dass er Cannabis auch Jugendlichen verkaufe.

«Ich habe keinem Jugendlichen Cannabis verkauft», sagt er nun auf Anfrage der Aargauer Zeitung präzisierend. «Es waren Lehrlinge, die bereits ihr eigenes Geld verdient hatten».

So zum Beispiel wurde er am Bahnhof Muri einmal von einem jungen Mann angesprochen, ob er nicht ein «Rauchi», wie es Lischer sagt, habe. Lischer hatte 1,6 Gramm dabei und verkaufte diese für 10 Franken. Daraufhin wurde er von der Polizei verhaftet.

Regierungsrats-Kandidat Pius Lischer hat ein Strafverfahren am Hals. Wie sehen seine Wahlchancen aus?

Pius Lischer kann weiterhin gewählt werden

Allgemein sieht es Lischer nicht so eng mit dem Cannabis-Gesetz: «Einige nehmen Ritalin zum Ruhigerwerden und ich rauche Cannabis», sagt der parteilose Regierungsrats-Kandidat. Er rauche jedoch nur «sporadisch» und will festhalten: «Ich bin kein Kiffer, ich bin Cannabis-Geniesser».

Wahlchancen sieht Lischer intakt

Bei der Razzia vom Montag wurde jedoch nicht nur die Cannabis-Ernte beschlagnahmt. Die Polizei fand zusätzlich noch zwei Schusswaffen in der Wohnung des 49-jährigen IV-Rentners.

«Die Waffen habe ich legal mit einem Waffenschein im Kanton Zug gekauft, da ich meine Militärwaffe abgeben musste», sagt er. Er habe die Waffen zum Selbstschutz gekauft, aber bis heute noch nie gebraucht.

Der aussergewöhnliche Regierungsrats-Kandidat sieht seine Wahl-Chancen nach wie vor intakt. «Ich bin ein Volksberater und kein Volksregierer. Deshalb bin ich der richtige für den Regierungsrat.»

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