Ständerat Philipp Müller hat die Parteileitung der FDP Aargau am Dienstag informiert, dass er bei den Ständeratswahlen 2019 nicht zur Wiederwahl antritt. Die FDP dankt Philipp Müller in einer Mitteilung vom Mittwoch "ganz herzlich für seinen langjährigen Einsatz zugunsten der Kantonalpartei und des Kantons Aargau".

Philipp Müller habe die Parteileitung darüber informiert, dass er bei den Ständeratswahlen 2019 nicht mehr antreten wird. Damit ende eine lange politische Karriere.

Diese startete er als Mitglied des Grossen Rates aus dem Bezirk Kulm von 1997 bis 2003. Anschliessend wirkte er ab 2003 während 12 Jahren im Nationalrat, bis er 2015 in den Ständerat gewählt wurde. Von 2012 bis 2016 war er Parteipräsident der FDP Schweiz und führte die Partei auf die Gewinnerstrasse zurück.

«Man soll gehen, wenn es am schönsten ist» habe Philipp Müller bereits gesagt, als er als Präsident der FDP Schweiz zurücktrat. Das gelte auch jetzt. Amtsmüde sei Müller nicht. Bis Ende der Legislatur wolle er wichtige Geschäfte weiterhin prägen, so insbesondere das Dossier Europa, bei dem er zu den politischen Schwergewichten in der Schweiz gehöre.

Danach freue er sich auf mehr Zeit für seine Familie und seine weiteren Tätigkeiten.

«Philipp Müller vertrat den Kanton Aargau in Bern äusserst wirksam», so die Partei . «Seine immense Erfahrung und seine Art zu politisieren hinterlassen im Aargau und in der Schweiz bedeutende Spuren», so Parteipräsident Lukas Pfisterer; «Philipp Müller schaffte es auch als Parteipräsident der FDP Schweiz, der Partei ein neues Gesicht zu geben. Ich danke Philipp für den langjährigen Einsatz für unseren Kanton und unsere Partei».

Mit der Ankündigung von Philipp Müller erhalten nun die Bezirksparteien Gelegenheit, Kandidaturen für die Nachfolge zu Handen des Nominations-Parteitages für die Ständeratswahlen am 29. November 2018 vorzuschlagen.

Philipp Müller vertritt den Stand Aargau aktuell zusammen mit der SP-Politikerin Pascale Bruderer. Auch diese hat im Januar ihren Rücktritt für 2019 erklärt.