Inländervorrang light

Philipp Müller: «Dann soll man die RAV doch abschaffen»

Von ihm kam die Idee für den Inländervorrang light: der Aargauer FDP-Nationalrat Philipp Müller.

Von ihm kam die Idee für den Inländervorrang light: der Aargauer FDP-Nationalrat Philipp Müller.

Der Aargauer FDP-Ständerat Philipp Müller hält nichts vom Wehklagen der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren. Sie sollen ihre Software auf den neusten Stand bringen statt mehr Arbeitsplätze zu fordern.

Der Aargauer FDP-Ständerat Philipp Müller gilt als Vater des umstrittenen Umsetzungskonzepts der Masseneinwanderungsinitiative (MEI). Der sogenannte Inländervorrang light soll bereits im Frühjahr 2018 in Kraft treten, worüber die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) überhaupt nicht erfreut wären. Philipp Müller kann das «Geschrei» nicht verstehen. Er sagt auf Anfrage: «Die RAV kosten uns jährlich sehr viel Geld. Im Vergleich mit privaten Arbeitsvermittler befindet sich ihre Software in einem mittelalterlichen Zustand. Das ist nicht akzeptabel.»

Anstatt immer mehr Personal zu fordern, sollten gemäss Müller die RAV besser im IT-Bereich aufrüsten. Und wenn die Arbeitsvermittlungszentren tatsächlich nicht imstande sind, den Inländervorrang light umzusetzen, wie sie es bereits ankündigen? «Dann soll man die RAV doch gleich abschaffen und mit privaten Arbeitsvermittlern zusammenarbeiten.»

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