Konsumentenschutz

Pfeffer-Pfusch ist «grobe Täuschung» – das sagt Aargauer Kontrolleurin zum gestreckten Gewürz

Wie krank macht uns gestreckter Pfeffer?

Wie krank macht uns gestreckter Pfeffer?

Pfeffer ist nebst Salz das wichtigste Gewürz. Schockierend: Ein Viertel der Aargauer Pfefferproben waren gestreckt oder wiesen gar keinen Pfeffer auf.

Wie das Aargauer Amt für Verbraucherschutz zu Tage brachte, ist der gemahlene Pfeffer in vielen Fällen unrein oder mit Reismehl gestreckt. Das sei «inakzeptabel».

Um die Qualität von gemahlenem Pfeffer steht es schlecht. Dies mussten die Kontrolleure vom Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau im Labor feststellen. Bei 16 Pfefferkontrollen handelte es sich entweder gar nicht um Pfeffer, der Pfeffer war mit Reismehl gestreckt oder er war verunreinigt. Alda Breitenmoser, Leiterin vom Amt für Verbraucherschutz ist ob des Befundes erstaunt und sagt: «Das hätte ich so nicht erwartet».

Der Kunde werde «grob getäuscht», so Breitenmoser, «die Situation ist nicht akzeptabel». Immerhin birgt der Befund für den Verbraucher keine Gefahren. Ans Licht kam der Pfeffer-Pfusch anhand einer spezifischen Untersuchungsmethode, die ursprünglich zur Analyse von Allergenen entwickelt wurde. Wegen des starken Aromas vom Pfeffer ist es als Kunde schwierig wahrzunehmen, wann das Gewürz gestreckt ist oder nicht. «Die Detailhändler müssen noch mehr Wert auf Zertifikate legen und unter Umständen selbst Analysen machen», sagt Breitenmoser.

Neben ungenügendem Pfeffer fiel den Kontrolleuren eine gentechnisch veränderte Gemüsepapaya auf. Schlechte Werte ergaben ausserdem auch Grüntee-Proben und Maroni-Kontrollen. (yas)

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