Petition
Lauch, Schokoladenfrösche und mehr als 2000 Unterschriften gegen den Brugger Ast des Verkehrsprojekts Oase

Grossratspräsident Pascal Furer nimmt eine Petition der überparteilichen Gruppe «Oasar – Oase, aber richtig» entgegen, die einen Verzicht auf einen Schwerverkehrskorridor im Raum Brugg-Windisch verlangt. In knapp einem Monat, am 27. April, entscheidet das Kantonsparlament, ob das Projekt im Richtplan festgesetzt wird.

Fabian Hägler
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Esther Duran (vorne rechts) übergibt die Petition gegen den Brugger Ast des Verkehrsprojekts OASE an Grossratspräsident Pascal Furer.
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Pascal Furer zieht die Liste mit den Unterschriften aus der Schachtel...
...und zieht...
... und zieht. Die Petitionäre hatten alle 47 Blätter mit den Signaturen zu einer langen Papierrolle zusammengeklebt.
Grossrat Martin Brügger verteilte Lauch und grüne Schoggifrösche.

Esther Duran (vorne rechts) übergibt die Petition gegen den Brugger Ast des Verkehrsprojekts OASE an Grossratspräsident Pascal Furer.

Britta Gut

«Lauch und Reis kann man essen, Teer und Beton nicht». Das sagte SP-Grossrat Martin Brügger bei der Übergabe einer Petition gegen den Brugger Ast des Ostaargauer Verkehrsprojekts Oase. Die überparteiliche Gruppe «Oasar – Oase, aber richtig» hat bisher mehr als 2000 Unterschriften von Personen gesammelt, die einen Verzicht auf einen Schwerverkehrskorridor durch die Region verlangen.

Brügger überreichte Grossratspräsident Pascal Furer, der die Petition entgegennahm, sowie den Medienvertretern jeweils eine Lauchstange und zwei grüne Schokoladenfrösche. Der Lauch komme aus dem Aufeld , wo gemäss dem Oase-Projekt künftig eine Strasse verlaufen soll. Im selben Gebiet wird auch Reis angebaut – das solle auch so bleiben, fordern die Petitionäre.

47 Blätter mit Petitions-Unterschriften auf einer Rolle

Zuvor hatte Esther Duran, CVP-Einwohnerrätin in Windisch und Sprecherin der Gruppe Oasar, dem Grossratspräsidenten die mehr als 2000 Unterschriften auf spezielle Art übergeben. Die Petitionäre hatten alle 47 Blätter mit den Signaturen zu einer langen Papierrolle zusammengeklebt, die Furer aus einer Schachtel zog.

Grossratspräsident Pascal Furer rollt die Unterschriftenliste der Petitionäre aus, die einen Verzicht auf den Brugger Ast des Verkehrsprojekts Oase fordern.

Fabian Hägler

Meter um Meter entrollte der Ratspräsident die Unterschriftenliste, bis er am unteren Ende der Treppe vor dem Grossratsgebäude stand. «Ich nehme die Petition gerne entgegen, egal wie die Forderung lautet, denn ich freue mich, dass die Volksrechte genutzt werden», sagte Furer.

Er versprach, das Anliegen dem Präsidenten der zuständigen Grossratskommission weiterzugeben und auch bei der nächsten Sitzung des Kantonsparlaments am 27. April zu erwähnen. Dann entscheidet der Grosse Rat darüber, ob der Oase-Teil im Gebiet Brugg-Windisch, der unter anderem einen neuen Tunnel unter der Stadt vorsieht, im kantonalen Richtplan festgesetzt wird.