«Fahrende sollen (weiter) fahren», steht auf dem Transparent, das am Dienstagmorgen am Grossratsgebäude in Aarau angebracht wurde.

Mit diesem Slogan unterstrichen Franz Beck, Präsident der SVP Merenschwand-Benzenschwil, und seine Mitstreiter, ihre Opposition gegen den geplanten Durchgangsplatz für Fahrende im Freiamt.

Protest gegen Durchgangsplatz Merenschwand

Protest gegen Durchgangsplatz Merenschwand

Beck überreichte Grossratspräsidentin und Parteikollegin Vreni Friker eine Petition mit 1365 Unterschriften gegen den Platz, der beim Kreisel Benzenschwil erstellt werden soll.

Vorlage im Grossen Rat verschoben

Ob die Schweizer Fahrenden im Freiamt einen weiteren Platz erhalten, um ihre Wohnwagen für maximal vier Wochen abzustellen, ist weiterhin offen. Ursprünglich sollte der Grosse Rat am Dienstagnachmittag über die Vorlage entscheiden.

Weil sich die Beratung zu den Einzonungen in Sins in die Länge zog, wurde das Geschäft auf eine nächste Sitzung verschoben. Dasselbe gilt für den geplanten Durchgangsplatz in Würenlos, der im Gegensatz zum Platz in Merenschwand unbestritten ist.

Wie im Schachen Aarau ist in Merenschwand ein 2500 bis 3000 Quadratmeter grosser Durchgangsplatz für eine maximale Belegung mit 15 Wohneinheiten vorgesehen.

Aufgestellt werden soll eine Leichtbau-Sanitärbaute mit zwei Toiletten und einer Dusche. Der Kanton will eine Defizitgarantie leisten, damit die Gemeinde keine Kosten hat.