Das Wasserforschungsinstitut der ETH (Eawag) hatte in seiner Untersuchung über fünf Fliessgewässern in ebenso vielen Kantonen aufgezeigt, dass in mehreren von diesen grosse Pestizid-Rückstände vorliegen (die az berichtete).

Einziges untersuchtes Aargauer Gewässer war die Surb: Der Bach entspringt im zürcherischen Wehntal und mündet in Döttingen im Zurzibiet kurz vor dem Naturparadies des Klingnauer Stausees in die Aare. Bei 11 Pestiziden lag die Menge über den Grenzwerten der Gewässerschutzverordnung. Die Forscher vermuteten, dass die gefundenen Pflanzenschutzmittel zur Hauptsache aus der Landwirtschaft stammen.

«Auch wir sind über ein solches Ausmass an Verschmutzung entsetzt», schreiben die SP-Grossrätinnen Anna (Wettingen) und ihrer Mutter Astrid Andermatt (Lengnau) sowie Martin Brügger (Brugg) in einem Vorstoss an die Aargauer Regierung. Von dieser wollen sie nun wissen, was dieser gegen das Problem unternehmen wird. Den Vorstoss haben 17 Ratsmitglieder mitunterzeichnet.

Konkret fragen sie die Regierung, wann sie Nachrüstungen bei Abwasserreinigungsanlagen forciert, wie das ja vom Bundesparlament bereits beschlossen sei. Zudem, wie sie die Einhaltung der Grenzwerte gewährleisten oder welche Präventionsmassnahmen sie ergreifen werde.