Abstimmung

Pascale Bruderer: «Energiewende kommt sowieso, es gibt keinen Weg zurück»

Pascale Bruderer kämpft für ein Ja zum Energiegesetz. (Archivbild)

Pascale Bruderer kämpft für ein Ja zum Energiegesetz. (Archivbild)

Mit der Energiestrategie 2050 bleibe das Geld für Energie hier, statt teuer zu importieren, sagt das Aargauer Ja-Komitee mit SP-Ständerätin Pascale Bruderer.

Wer den Aargau als Energiekanton auf die Kernkraft reduziere, irre sich gewaltig und tue dem Standort alles andere als einen Gefallen. Für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze im Aargau sei es entscheidend, in einheimische Energien zu investieren. Das ist das Credo des kantonalen Komitees «Energiestrategie Ja».

Im Parlament habe man während Jahren über Parteigrenzen hinweg an einer breit abgestützten Lösung gearbeitet, betonte die Cleantech-Aargau-Präsidentin und SP-Ständerätin Pascale Bruderer an einer Medienorientierung in Aarau. Man könne der Politik nicht vorwerfen, sie presche vor. Bevölkerung und Wirtschaft seien ihr schon voraus. Etwa mit energetischen Haussanierungen, oder immer mehr Solaranlagen.

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Ins selbe Horn bläst Ralf Bucher, CVP-Grossrat und Geschäftsführer des Bauernverbandes Aargau. Ein neues AKW in den nächsten 30 Jahren sei unrealistisch: «Wenn wir jetzt nicht in ‹Erneuerbare› investieren, müssen wir dereinst mehr importieren.» Dieses Geld und die Arbeitsplätze wolle man hier behalten, immer mehr Firmen zeigten mit dem Tatbeweis, wie die Energiewende funktioniert, so der Solarpionier und frühere grüne Grossrat Reto Miloni. Die Preise der Solarmodule kämen massiv hinunter. Dasselbe werde mit Stromspeichern geschehen.

Ein Vier-Personen-Haushalt werde mit der Erhöhung des Netzzuschlags rund 40 Franken pro Jahr mehr zahlen als heute. Behauptungen über Kosten von 3200 Franken und Kaltdusch-Ängste seien schlicht falsch, hiess es in Aarau. Die Energiewende komme sowieso, es gebe keinen Weg zurück, betonte GLP-Nationalrat Beat Flach. Er hofft auf ein Ja des Aargauischen Gewerbeverbandes. Dieser fasst heute in Wettingen die Parole. Und BDP-Nationalrat Bernhard Guhl verweist darauf, dass man bald die AKW Mühleberg und Beznau ersetzen müsse: «Wenn wir Nein sagen, gewinnen wir nichts, verlieren wertvolle Jahre, erhöhen die Auslandabhängigkeit.»

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