Verpflichtungskredit

Parteien sagen Ja zur nächsten Etappe des Naturschutzprogramms Wald

Keine der Aargauer Parteien ist der Ansicht, dass der Kredit nicht gesprochen werden sollte.

Das Naturschutzprogramm Wald geht im nächsten Jahr in die fünfte Etappe. Für die Jahre von 2020 bis 2025 beantragte der Regierungsrat einen Verpflichtungskredit von 8,79 Millionen Franken. Einigen Parteien ist der Betrag zu niedrig.

Seit über 20 Jahren setzt sich der Kanton für den Schutz des Aargauer Waldes ein. Zu den Zielen gehören primär der Naturschutz und der Erhalt der Artenvielfalt mithilfe von Naturwaldreservaten, Altholzinseln oder Spezialreservaten. Weiter werden, um eine optimale Vernetzung der Lebensräume zu erreichen, Waldränder auf einer Länge von insgesamt 400 Kilometern aufgewertet. Das Naturschutzprogramm Wald geht im nächsten Jahr in die fünfte Etappe. Für die Jahre von 2020 bis 2025 beantragte der Regierungsrat einen Verpflichtungskredit von 8,79 Millionen Franken.

Grüne fordern Erhöhung des Kredits um vier Millionen

Keine der Aargauer Parteien ist der Ansicht, dass der Kredit nicht gesprochen werden sollte. Im Gegenteil: Für einige ist die Summe von 8,79 Millionen zu niedrig. Nach den Kürzungen des Kredits für die vergangene Etappe verlangen die Grünen, die GLP und die SP, dass der Kredit für die fünfte Etappe erhöht wird. Konkrete Vorstellungen haben die Grünen: Sie fordern, dass weitere vier Millionen Franken in das Naturschutzprogramm investiert werden. Mit zwei Millionen sollen die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald untersucht werden, mit dem Rest des Geldes sollen Spezialreservate bereitgestellt und die Waldränder aufgewertet werden. «Wir sind uns wohl alle einig, dass der Wald überleben muss», schreiben die Grünen in ihrer Antwort.

Auch die Grünliberalen verlangen, dass der Kredit für das Naturschutzprogramm Wald aufgestockt wird. Vor allem für Probleme, die durch den Klimawandel verursacht werden. Auf den Klimawandel bezieht sich auch die CVP und schlägt vor, dass mittels Pilotprojekten ermittelt werden soll, welche Baumarten sich für das künftige Klima mit grösseren Trocken- und Wärmephasen am besten eignen.

Die SP macht unter anderem auf invasive Organismen aufmerksam und fordert, dass diese Problematik in der fünften Etappe des Naturschutzprogramms Wald angegangen wird. Ein weiterer Punkt in der SP-Stellungnahme ist der geringe Holzerlös. Die Partei schlägt vor, dass der Nutzungsverzicht erweitert wird und Forstbetriebe dafür eine gute Entschädigung erhalten. Ähnlich wie die SP macht auch die BDP auf die wirtschaftlich schlechte Situation der Waldeigentümer aufmerksam und fordert Unterstützung zugunsten der Biodiversität und der Erholungssuchenden.

«Das Geld ist im Wald sehr effizient angelegt»

Die FDP schreibt in ihrer Antwort, dass die Massnahmen der vierten Etappe Wirkung gezeigt hätten. Trotzdem bestehe noch Handlungsbedarf, vor allem bei der Aufwertung der Waldränder. Daher sei es richtig, weitere 200 Kilometer Waldrand aufzuwerten: «Das zur Steigerung der Naturwerte einzusetzende Geld ist im Wald sehr effizient angelegt.» Ähnlich sieht das die SVP. Es wäre bedauerlich, das Naturschutzprogramm auf halber Wegstrecke zu beenden, so die Volkspartei. Deshalb unterstützt auch die grösste Fraktion im Grossen Rat die nächste Etappe des Programms.

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