Pandemiebekämpfung
Impfoffensive: Kanton Aargau setzt auf Information – einen Zielwert für die Impfquote gibt es nicht

Der Bundesrat rührt die Werbetrommel und will noch mehr Leute dazu bringen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Auch der Kanton Aargau beteiligt sich an dieser Offensive. Für Interessierte gibt es mehrere Möglichkeiten, sich zu informieren und impfen zu lassen

Fabian Hägler
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Das Impfmobil des Kantons Aargau stand eine Woche lang vor dem Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in Brugg-Windisch.

Das Impfmobil des Kantons Aargau stand eine Woche lang vor dem Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in Brugg-Windisch.

Claudia Meier

Der Aargau beteiligt sich an der nationalen Impfoffensive, die in der Woche vom 8. November stattfindet. Die Verantwortlichen der Covid-19-Kampagnen rufen die Bevölkerung auf, sich zu ihrem eigenen Schutz und aus Solidarität gegenüber den Nächsten impfen zu lassen. Dies gemäss dem Motto der Impfoffensive «Gemeinsam aus der Pandemie».

Möglichkeit für Fragen per Live-Chat

Für Personen, die sich noch nicht für eine Impfung entschieden haben, gibt es die Möglichkeit einer individuellen Beratung in den rund 70 Impfapotheken im Kanton. Zu finden sind die Impfapotheken über die Website www.impfapotheke.ch. Zudem plant der Kanton an verschiedenen Veranstaltungen oder bei Kulturinstitutionen mobile Beratungsangebote. Fachleute beantworten Fragen zur Covid-19-Impfung oder helfen bei der Anmeldung zur Impfung. Wann und wo diese Beratung zur Verfügung steht, wird in den kommenden Tagen auf www.ag.ch/coronavirus-impfoffensive veröffentlicht. Derzeit laufen Gespräche mit verschiedenen interessierten Organisationen und Veranstaltern, wie der Kanton mitteilt.

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Gemeinden, Vereine, Betriebe, Verbände und andere Organisationen, die ein Informationsgebot zur Verfügung stellen oder eine Veranstaltung organisieren möchten, erhalten vom Kanton Unterstützung. Auch weitere Ideen sind willkommen. Die Kosten werden unter bestimmten Voraussetzungen vom Bund im Rahmen der Impfoffensive übernommen. Interessierte Organisationen können sich über www.ag.ch/coronavirus-impfoffensive melden. Das Departement Gesundheit und Soziales bietet in Kooperation mit der «Aargauer Zeitung» die Möglichkeit, per Live-Chat Fragen zu stellen. Alle Informationen dazu werden zu gegebener Zeit auf der Website des Kantons publiziert.

Risiken-Nutzen-Analyse mit sachlichen Informationen

Ein Ziel der Impfoffensive ist es, möglichst viele unentschlossene Personen von der Impfung zu überzeugen. Fachpersonen werden laut Kanton sachlich über die Impfung informieren. Dazu gehöre die Aufklärung über Nebenwirkungen und die verschiedenen Risiken bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus. So soll interessierten Personen eine persönliche Risiken-Nutzen-Analyse ermöglicht werden. Ein quantitatives Ziel zur Steigerung der bisherigen Impfquote während der Impfwoche gibt es im Aargau hingegen nicht.

Bereits zu Beginn der Impfkampagne im Januar 2021 waren im Aargau bis zu zehn mobile Impfteams im Einsatz, die vor allem Impfungen in Pflegeheimen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung durchführten. Auch heute sind noch bis zu sieben Teams im Einsatz, die derzeit vor allem in den Aargauer Schulen impfen. Ein mobiles Team besteht normalerweise aus einem Arzt, einer Administrationsperson sowie zwei weiteren Personen, welche die Impfungen durchführen dürfen – beispielsweise medizinische Praxisassistentinnen. Als Pilotversuch führt der Kanton zudem Impfungen in drei Gemeinden durch, die ein Teil der nationalen Impfoffensive sind.

Weiterhin sind täglich bis zu sieben mobile Impfteams vor allem in den Aargauer Schulen unterwegs. Das Impfzentrum des Kantonsspitals Baden im Shoppingcenter Tivoli in Spreitenbach wird ebenfalls weiter betrieben. Damit habe der Kanton Aargau bereits heute ein vielfältiges Impfangebot, das nahe bei den Bürgerinnen und Bürgern sei, wie es die nationale Impfoffensive vorsehe, teilt die Staatskanzlei mit.

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