Pandemie
Coronasituation im Aargau verschärft sich weiter – Fallzahlen, Spitalbelegung und Impfungen im Überblick

3216 Neuansteckungen und mehr Personen, die wegen Covid-19 in den Spitälern behandelt werden müssen. In der letzten Woche hat sich die Coronasituation im Aargau weiter verschärft. Am Donnerstag informiert der Regierungsrat über weitere Massnahmen.

Noemi Lea Landolt
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Seit Freitag können sich alle Aargauerinnen und Aargauer boostern lassen, deren zweite Impfung mindestens sechs Monate her ist.

Seit Freitag können sich alle Aargauerinnen und Aargauer boostern lassen, deren zweite Impfung mindestens sechs Monate her ist.

Michael Buholzer / Keystone

In der letzten Woche (Montag bis Sonntag) sind im Aargau 3216 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das entspricht einer Zunahme von 29,6 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, als kantonsweit 2481 neue Coronafälle registriert wurden. Der 7-Tage-Durchschnitt liegt inzwischen bei 459 Neuansteckungen. Am Freitag (527), Samstag (504) und Sonntag (274) wurden insgesamt 1305 neue Fälle registriert.

Tägliche Neuansteckungen im Aargau

seit 1. Oktober
Neue Fälle
7-Tages-Durchschnitt
Okt. 2021Nov. 20210200400600

Der R-Wert liegt im Aargau bei 1,25. Das heisst: 100 Infizierte stecken 125 Personen an. Schweizweit liegt der R-Wert mit 1,26 leicht höher. Letzte Woche sind im Aargau fünf Personen gestorben, die an Covid-19 erkrankt waren. Das ist ein Todesfall weniger als in der Vorwoche. Seit Beginn der Pandemie sind im Aargau 759 Personen an Covid-19 gestorben.

Mehrere Kantone haben im Laufe der letzten Woche neue Massnahmen beschlossen. Sie haben beispielsweise die Maskenpflicht im Schulzimmer oder bei Veranstaltungen in Innenräumen wieder eingeführt. Der Aargauer Regierungsrat, der am Mittwoch tagt, hat noch nicht auf die steigenden Fallzahlen reagiert. Am Donnerstag will er an einer Medienkonferenz über allfällige neue Massnahmen informieren.

Situation in den Spitälern

Zugespitzt hat sich die Lage auch in den Spitälern. Die aktuellsten Zahlen, die zur Verfügung stehen, stammen vom Freitag. Damals waren 79 Covid-Patientinnen und -Patienten im Spital. 14 von ihnen wurden auf der Intensivstation behandelt, fünf auf der Überwachungsstation. Am Freitag vor einer Woche waren 69 Personen wegen Covid-19 im Spital, elf von ihnen lagen auf der Intensivstation, eine auf der Überwachungsstation.

Covid-Patienten in den Aargauer Spitälern

seit 1. Oktober 2021
Bettenstation
Intensiv- und Überwachungsstation
Okt. 2021Nov. 2021020406080

Mehr als 22'000 Booster-Impfungen in einer Woche

Die Nachfrage nach Erstimpfungen war auch letzte Woche tief. 2187 Aargauerinnen und Aargauer wurden ein erstes Mal geimpft. In der Vorwoche waren es 2704 Personen. Der grösste Teil der 26'771 verabreichten Impfdosen, nämlich 22'139, waren Booster-Impfungen. Inzwischen haben bereits 21 Prozent der über 80-Jährigen ihren Impfschutz auffrischen lassen. Bei den 70–79-Jährigen liegt die Booster-Quote mit 23 Prozent sogar noch etwas höher.

Booster: Impfquote im Aargau nach Altersklasse

Stand: 25. November 2021
0510152080 +70 - 79 Jahre60 - 69 Jahre50 - 59 Jahre40 - 49 Jahre30 - 39 Jahre20 - 29 Jahre16 - 19 Jahre12 - 15 Jahre

Seit letzter Woche können sich im Aargau alle Personen boostern lassen, deren zweite Impfung mindestens sechs Monate her ist. Termine für die Auffrischimpfung an den Impfzentren in Aarau, Spreitenbach, Baden, Laufenburg, Leuggern, Muri, Menziken und Rheinfelden können online auf der Website des Kantons gebucht werden. Daneben bieten auch Apotheken die Auffrischimpfung an. Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen werden von mobilen Impfteams geimpft.

Wartezeiten Contact-Tracing

Am Freitag befanden sich 3394 Personen in Isolation und 1124
Kontaktpersonen in Quarantäne. Ziel wäre es, dass alle Personen innerhalb von 24 Stunden vom Contact-Tracing kontaktiert werden können. Ein Hinweis auf der Website des Kantons zeigt allerdings, dass dies im Moment nicht möglich ist. Man solle sich bei einem positiven Testresultat in Isolation begeben und die Kontaktpersonen informieren, dass sie in Quarantäne sollen, sofern sie weder geimpft noch genesen sind, heisst es. Und weiter: «Wir kontaktieren Sie in den nächsten zwei bis vier Tagen.»

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