Sommerferien

Päckchen bekleben und Kisten schleppen: So bessern Aargauer Jugendliche ihr Sackgeld auf

Jugendliche suchen vermehrt Ferienjobs

Jugendliche suchen vermehrt Ferienjobs

Länger in die Schule und danach das grosse Geld verdienen: Das ist die Idee vieler Schüler. Aber diese Rechnung geht nicht bei allen auf.

Ob im Lager oder im Büro: Viele Aargauer Jugendliche verdienen sich während der Sommerzeit mit einem Ferienjob etwas dazu. Nicht jede Arbeit geht dabei so leicht von der Hand, wie man vielleicht vermuten würde.

In den Sommerferien machen viele Aargauer Jugendliche ihre ersten Arbeitserfahrungen und können so gleichzeitig ihr Sackgeld aufbessern. So auch Luana Moeri. Die Medien- und Kommunikationsstudentin arbeitet bereits den dritten Sommer im «Dr. Oetker»-Geschäft in Obergösgen. Dort klebt sie hauptsächlich Preis-Etiketten auf Backpulver-Tütchen auf. 

Diese Arbeit ist laut Moeri zwar vom Prinzip her einfach, aber trotzdem nicht zu unterschätzen: «Es ist gerade am Anfang sehr anstrengend. Da wir als Studenten viel mehr sitzen, musste ich mich an das viele Stehen erst einmal gewöhnen.» 

Zusammen mit Moeri arbeiten derzeit vier Jugendliche im Betrieb. Da das Geschäft während des Hochsommers schon für Weihnachten aufstockt, sind dort zeitweise bis zu 14 Schüler und Studenten tätig. Die meisten davon sind Mädchen – und nicht ohne Grund, wie Fritz Müller, der Logistik-Leiter des Geschäfts, erklärt: «In manuellen Arbeiten wie beim Preise aufkleben sind Mädchen einfach besser. Sie arbeiten in der Regel schneller und genauer.» 

Im Logistikunternehmen Mangold in Obergösgen dagegen sind andere Fähigkeiten gefragt. Dort ist derzeit Kantischüler Joey Meier angestellt – er macht den teils sehr anstrengenden Job, um für ein eigenes Töff sparen zu können. Dabei hilft er im Lager aus, verpackt Produkte und lädt sie in die Lastwägen ein. Auch im Büro ist er gefragt. Diese Arbeit kann laut Meier zwar etwas langweilig sein, allerdings trage er viel Verantwortung: Er ist dafür zuständig, dass die Lastwagenfahrer am Ende des Monats all ihre Spesen ausgezahlt bekommen.

«Sie bringen frisches Blut mit»

Wie Renata Gisiger-Mangold, die Personalverantwortliche, der Transportfirma erzählt, werden die Aargauer Jugendliche als vorübergehende Mitarbeiter sehr geschätzt: «Sie bringen frisches Blut ins Unternehmen.» Zudem würden die meisten schon Erfahrung mit dem Computerprogramm Excel mitbringen – das sei für die Mitarbeit im administrativen Bereich sehr praktisch. 

Es zeigt sich: Die Ferienjobs bringen den Aargauer Schülern, als auch den verschiedenen Betrieben einen Gewinn. 

(cki) 

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