Bad Zurzach
Ostumfahrung: Kommission genehmigt 16-Millionen-Zusatzkredit

Die Grossrats-Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) hat den Zusatzkredit für die Ostumfahrung Bad Zurzach genehmigt.

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Die Visualisierung zeigt den offen geführten Teil der Ostumfahrung im Süden des Fleckens Bad Zurzach.
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Heute wird der Verkehr durch den historischen Kern von Bad Zurzach geführt (rot), in Zukunft soll er sie via Ostumfahrung meiden (blau).
Einfahrt aus Richtung Zurzacherberg
Ostumfahrung Bad Zurzach
Schützenweg: Hier wird die Ostumfahrung unterirdisch in einem Tunnel durchführen.
Mit der Ostumfahrung soll der historische Kern von Bad Zurzach aufgewertet werden. Diesen nennen Einheimische Flecken (in Anlehnung an Marktflecken).

Die Visualisierung zeigt den offen geführten Teil der Ostumfahrung im Süden des Fleckens Bad Zurzach.

zvg

Anstatt der ursprünglich veranschlagten 59,4 Millionen Franken wird das Bauprojekt neu 75,3 Millionen Franken kosten. Mit dem zusätzlichen Geld sollen ein rutschgefährdeter Hang besser gesichert, zusätzliche Notausgänge im Tunnel und höhere Lärmschutzwände gebaut werden. In einer Medienmitteilung kritisiert die UBV, «dass der Grosse Rat erneut einen umfangreichen Zusatzkredit sprechen soll, weil für den ursprünglichen Kreditbeschluss ein zu wenig detailliert ausgearbeitetes Projekt vorgelegt wurde».

Die Kommission anerkenne aber die durch die Grenznähe und den Durchgangsverkehr schwierige Situation von Bad Zurzach. Die Projektanpassungen, welche zu den Mehrkosten führen, seien zudem unumgänglich. Deshalb habe die Kommission den Zusatzkredit von 15,85 Millionen Franken mit 10 zu 3 Stimmen genehmigt.

Die konkreten Ursachen der höheren Kosten: Die Pfähle müssen tiefer in den Fels getrieben werden als zuerst angenommen, um dem Hangdruck widerstehen zu können. Für den 527 Meter langen Tunnel selbst mussten zusätzliche Notausgänge zur Selbstrettung eingeplant werden. Verbessert wird auch der Lärmschutz der Ostumfahrung auf der Höhe des Tiergartenwegs und in den Portalbereichen. Entlang des Tiergartenwegs wird die Lärmschutzwand von 2,5 auf 3,75 Meter erhöht; die Tunnelportale werden mit lärmabsorbierenden Elementen versehen. (AZ)