Am Donnerstagabend, kurz vor 19.30 Uhr, eskalierte in einem Oftringer Quartier ein Streit eines Ehepaares.

Nach ersten Erkenntnissen bedrohte ein angetrunkener 64-jähriger Schweizer seine Ehefrau mit dem Tod und hielt ihr mit Körpergewalt die Atemwege zu. Nachdem sie sich losreissen und schreien konnte, wurden Nachbarn auf den Streit aufmerksam und eilten zu Hilfe.

Aufgrund dieser bei der Einsatzzentrale eingegangenen Meldung rückten rasch mehrere Patrouillen der Kantons- und Regionalpolizei aus.

Als nach wenigen Minuten die Polizei eintraf, stellten sie den 64-jährigen Mann fest, der ein Messer in der Hand hielt. Er äusserte die Absicht, sich selbst ein Leid anzutun, wenn sich jemand nähere.

Seine Ehefrau konnte sich bereits in Sicherheit begeben. Sie wurde durch eine aufgebotene Ambulanzbesatzung betreut.

Die Polizisten bemühten sich, die Situation ruhig und ohne Gewalteinsatz zu bewältigen, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Nach mehr als 30 Minuten liess sich der Mann widerstandslos festnehmen.

Mann war angetrunken

Der beim Aggressor durchgeführte Atemlufttest ergab einen Wert von über 1,3 Promille. Aufgrund seines Zustandes wurde er einem Amtsarzt vorgeführt, welcher ihn in eine
Psychiatrischen Klinik einwies, da er nicht hafterstehungsfähig war.

Die Ehefrau erlitt nach ersten Erkenntnissen nur leichte Verletzungen. Zwecks medizinischer Abklärungen wurden Fachkräfte des Instituts für Rechtsmedizin, Bern, beigezogen.

Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eröffnete eine Strafuntersuchung. (sha/pd)