Unfall
Obwohl im Aargau: Darum rettete auf der Lägern die Rega eine Wanderin und nicht ein AAA-Heli

An der Aargauer Lägern musste eine Wanderin mit einem Helikopter aus schwierigem Gelände gerettet werden. Zum Einsatz kam nicht ein Helikopter der AAA sondern einer von der Rega. Das ist ungewöhnlich, aber erklärbar.

Jürg Krebs
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Nicht AAA sondern die Rega kam auf der Lägern im Aargau zum Einsatz. (Themenbild)

Nicht AAA sondern die Rega kam auf der Lägern im Aargau zum Einsatz. (Themenbild)

Leserreporter

In steilem Gelände auf der Lägern bei Wettingen musste eine 45-jährige Wanderin gerettet werden. Für den Aargau ist abgesehen vom unteren Fricktal die Alpine Air Ambulance (AAA) zuständig. Doch im Limmattal aufgeboten wurde die Konkurrentin, die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega). Warum?

Die Frau hatte sich am Fuss verletzt. Um sie bergen zu können, musste ein Helikopter mit Seilwinde angefordert werden. Doch mit einer solchen sind die AAA-Helis nicht ausgerüstet. Also wurde ein Rega-Helikopter von der Basis im zürcherischen Dübendorf angefordert.

Zuvor hatten die aufgebotenen Rettungskräfte die Frau zu Fuss erreichen und vor Ort medizinisch versorgen können.

Eine Seilwinde ist gemäss Rega ein "modernes Hightech-Gerät" mit einer Seillänge bis zu 90 Metern. Sie kann zwei Personen tragen, den Retter und den Patienten. Der Rega-Rettungssanitäter agiere gleichzeitig als Windenoperateur: An der offenen Seitentür steuere er über eine Fernbedienung die Rettungswinde, an der er den Rega-Notarzt oder einen Rettungssanitäter zum Patienten herunterlasse.

Zwar komme die Rettungswinde im Gebirge häufiger zum Einsatz als im Mittelland, trotzdem seien schweizweit alle Rega-Helikopter mit einer solchen ausgerüstet.