Ohne Diskussion hat die Synode, das reformierte Kirchenparlament, die neuen Bestimmungen zum Schutz vor Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen in der Kirche genehmigt. Dazu zählen obligatorische Schulungen für alle kirchlichen Angestellten, die mit Kindern, Jugendlichen und Personen in Abhängigkeitsverhältnissen zu tun haben.

Zudem müssen sie alle vier Jahre einen Sonderprivatauszug vorlegen. Angestellte, Freiwillige und Ehrenamtliche sollen durch einen Verhaltenskodex für das Thema sensibilisiert werden und eine Verpflichtungserklärung unterzeichnen. Die entsprechende Vorlage wurde mit nur einer Gegenstimme gutgeheissen.

Mit grosser Mehrheit bestätigte die Synode, die in Hirschthal tagte, den amtierenden Kirchenrat. Präsident Christoph Weber-Berg, Vizepräsidentin Regula Wegmann sowie die bisherigen Kirchenratsmitglieder Catherine Berger-Meier, Martin Keller und Beat Maurer wurden klar wiedergewählt. Für die Ende 2018 zurücktretenden Kirchenräte Daniel Hehl und Hans Rösch wurden Rolf Fäs (1963, Kölliken) und Gerhard Bütschi (1955, Schlossrued) neu gewählt.

Die Jahresrechnung 2017 wurde diskussionslos genehmigt. Sie schliesst bei einem Aufwand und Ertrag von je knapp 11 Millionen Franken mit einem Minus von 23 000 Franken. Zu reden gab indes eine Motion, die ein Reglement für den Finanzhaushalt der Landeskirche forderte. Heute gebe es ein Reglement für Kirchgemeinden, aber kaum Vorgaben für die Landeskirche. Finanz-Kirchenrat Hans Rösch sagte, ein neues Reglement sei unnötig, es gebe genug Bestimmungen. Dennoch wurde die Motion mit 54 zu 52 Stimmen knapp überwiesen. (az)